Thurgauer Bauern fürchten Preissturz beim Zucker

Künftig erhalten Bauern für ihre Zuckerrüben weniger Geld. Grund ist die Liberalisierung auf dem EU-Markt. Thurgauer Bauern schlagen Alarm.

Ein Rübenvollernter auf einem Feld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Zuckerrübenernte lohnt sich ab dem nächsten Jahr weniger. Keystone

Der Branchenverband der Zuckerproduzenten senkt den Richtpreis für Rüben. Ab nächstem Jahr erhält ein Bauer noch rund 60 Franken pro Tonne. Aktuell sind es rund 70 Franken, wie Guido Stäger, CEO der Zuckerfabriken in Frauenfeld und in Aarberg im Kanton Bern sagt.

Nur so sei es möglich, mit der EU konkurrenzfähig zu bleiben. Mit der Liberalisierung des Zuckermarktes seien die Preise im EU-Raum im Sinkflug. Nur wenn die Preise für Schweizer Zucker gesenkt würden, habe man bei der Lebensmittelbranche eine Chance.

Für Markus Hausamann, Präsident des Verbands der Thurgauer Landwirtschaft, sind das keine gute Nachrichten. Der zunehmende Preisdruck mache die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft immer schwieriger. Gerade im Thurgau gebe es verhältnismässig viele Bauern, die Zuckerrüben anpflanzten. Mit der Entwicklung sei die Existenz der Zuckerrüben-Produzenten in Gefahr.