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Ostschweiz Thurgauer Bauern haben gelernt

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz kämpft seit Jahren gegen unordentliche Siloballen-Haufen. Im Thurgau gab es deshalb eine Informationskampagne. Diese habe gewirkt. Das Problem verschärft sich dennoch, auch im Kanton Graubünden.

Siloballen
Legende: Schön gestapelt auf einem befestigten Platz stören die Ballen weniger. Keystone

Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz sieht Verbesserungen: «Die schlimmsten Auswüchse gibt es nicht mehr.» Die Informationskampagne, welche die Stiftung auch mit dem Thurgauer Bauernverband durchführte, habe gewirkt.

Unsere Kritik hat zu Verbesserungen geführt.
Autor: Raimund RodewaldStiftung Landschaftsschutz Schweiz

Gemäss Rodewald braucht es aber laufend Informationen, um das Problem nachhaltig einzudämmen. Durch die immer grösseren Tierbestände würden die Siloballen-Haufen auch grösser. Deshalb werde die richtige Lagerung noch wichtiger.

Weisse und hellblaue Folien vermeiden

Der Präsident des Thurgauer Bauernverbandes, Markus Hausammann, unterstützt die Bemühungen. Im Verbandsmagazin wird regelmässig informiert. Zudem kläre man ab, ob nur noch grün eingefärbte Folien verwendet werden könnten.

Zunehmend setzen auch Bauern in höheren Regionen Siloballen ein. Der Präsident des Bündner Bauernverbandes, Thomas Roffler, ist sich bewusst, dass dort die Sensibilität noch grösser ist. Deshalb würden die Bündner Bauern das Silieren nur mit Mass einsetzen.

Wenn es viel regnet, wird die Konservierungstechnik vermehrt eingesetzt. Weil das Gras dann schlechter trocknet, behelfen sich mehr Bauern mit Siloballen.

Für Rodewald ist die Sensibilisierung der Bauern zurzeit der einzige Weg. Für ihn wäre aber eine Landwirtschaft ganz ohne Siloballen erstrebenswert. Das Rad wird sich aber kaum mehr zurückdrehen lassen.

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