Thurgauer Bauern verfehlen ihre Ziele bei Ammoniakprojekt

Während sechs Jahren hat der Kanton Thurgau neue Methoden getestet, um den Ammoniak-Gehalt in der Umwelt zu reduzieren. Der Schlussbericht zeigt nun: Das Ziel wurde klar verfehlt.

Ein Bauer beim Güllen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Luft gilt Ammoniak als Schadstoff - im Boden als Dünger. Ein Bauer führt seine Gülle aus. Keystone

Das oberste Ziel des auf sechs Jahre befristeten Projekts bestand darin, die Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft um zwanzig Prozent zu senken. Dabei wurden, wie es in der Mitteilung des Kantons Thurgau heisst, auch Bundesgelder eingesetzt. Mit dem Ziel, dass organisatorische, strukturelle und technische Neuerungen anschliessend auch ohne Gelder des Bundes weitergeführt würden.

Der Schlussbericht zeigt nun: Das Hauptziel wurde nicht erreicht. Der Vergleich zeige, dass die Ammoniakemission aus der Tierhaltung um rund acht Prozent reduziert werden konnten.

Wie es im Bericht heisst, seien die Annahmen und die Zielsetzung im Nachhinein betrachtet nicht realistisch gewesen. Ausserdem hätten weniger Landwirte als geplant am Projekt teilgenommen.

Trotzdem gebe es auch Positives: Das Projekt habe die Landwirte in Bezug auf die Ressourcenschonung sensibilisiert. Ausserdem konnte durch das Projekt ein Rückgang der Geruchsemissionen bewirkt werden, heisst es weiter.