Thurgauer Kirchgemeinden fusionieren freiwillig

Im Kanton St. Gallen haben so viele evangelische Kirchgemeinden fusioniert, wie sonst in keinem anderen Kanton in der deutschen Schweiz. Jetzt ziehen auch die Thurgauer Gemeinden nach, allerdings tun sie es freiwillig.

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Bildlegende: Die Kirchgemeinde Lustdorf prüft eine Fusion mit Bussnang, Thundorf und Leutmerken. zvg

Die evangelischen Kirchgemeinden Bussnang, Leutmerken, Lustdorf und Thundorf prüfen verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Sie ziehen auch eine Fusion in Erwägung. Mit einer Fusion wollen sie das Kirchenleben aktivieren, wollen Pfarrstellen zusammenlegen und Synergien nutzen. Die Vorteile seien gross, sagt Peter Krattiger, Präsident des Komitees «Zukunft Kirche» gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF 1. Im nächsten Frühling entscheiden die Kirchbürger.

Im Thurgau sind Fusionen unter den evangelischen Kirchgemeinden freiwillig. Bussnang, Leutmerken, Lustdorf und Thundorf dürften mit ihren Fusionsbestrebungen im Thurgau den Stein ins Rollen bringen.

Einen Schritt weiter sind die evangelischen Kirchgemeinden im Kanton St. Gallen. Dort haben schon über 20 Gemeinden fusioniert. Im Kanton St. Gallen hat das Kirchenparlament im letzten Sommer entschieden, dass Gemeinden mit weniger als 1000 Mitglieder fusionieren müssen. Dieser Zwang habe besonders im Rheintal eine Fusionswelle ausgelöst, sagt Paul Baumann von der Evangelischen Landeskirche St. Gallen.