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Ostschweiz Thurgauer Millionär kehrt der Schweiz den Rücken

Der Verpackungsunternehmer Daniel Model zieht von der Thurgauer Gremeinde Salenstein nach Vaduz ins Fürstentum Liechtenstein. Der Millionär hat genug von «der Versklavung als Staatsbürger» und setzt durch den Wegzug Grenzen. Damit verliert der Thurgau einen guten Steuerzahler.

Legende: Audio Daniel Model hat genug (10.01.2014) abspielen. Laufzeit 2:38 Minuten.
2:38 min, aus Regi Ostschweiz vom 10.01.2014.

In einer Email beantwortet Daniel Model durch seine Mediensprecherin die Frage warum er nach Vaduz gezogen sei wie folgt:

«Herr und Frau Model haben verschiedene Optionen geprüft und sich für Vaduz als Wohnort entschieden, da sie dort Freunde haben und weil sie in Vaduz, im Rahmen eines Pauschalbesteuerungsabkommens nicht mehr eine Woche zur Ausfüllung der Steuererklärung einsetzen müssen, beziehungsweise dem Ausmass der Versklavung als Staatsbürger eine Grenze setzten konnten».

Daniel Model ist bekanntlich kein Fan des Staates und hat sich immer wieder negativ gegenüber dem Schweizer Staat geäussert. Nun folgen seinen Worten Taten.

Thurgau verliert guten Steuerzahler

Der Kanton Thurgau verliert damit einen Steuerzahler, der ein Vermögen von schätzungsweise 200 bis 300 Millionen Franken besitzt. Finanzdirektor Bernhard Koch bedauert zwar den Wegzug, hebt jedoch gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» hervor, dass es jedem Bürger freigestellt sei, seinen Wohnsitz zu wählen.

Bedauern äussert auch Roland Streit, der Gemeindeammann von Salenstein - Models bisheriger Wohnsitz: «Es tut weh einen guten Steuerzahler zu verlieren.» Allerdings könne er den Wegzug verstehen, betrachte man die doch sehr unterschiedliche Behandlung von Ausländern und Schweizern in der Schweiz, vor allem wenn es um die Besteuerung gehe.

Model zieht als Privatperson um, sein Verpackungsunternehmen und sein Modelhof bleiben der Schweiz treu.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Müller, Salenstein
    Ich gratuliere Herrn Model, dass er mal Zeichen setzt !! Es bedauerlich, dass wir Schweizer solche Massnahmen im eigen Land ergreifen müssen. Leider haben die vielen Einwanderer/Ausländer die unsere schöne Schweiz belagern - mehr Rechte als der rechtschaffende Schweizer Bürger (der hier aufgewachsen, Militärdienst, etc. geleistet hat). Die Behörden (Kanton und Gemeinden) tun alles für die aus dem grossen Kanton zu kommen - da gibt es keine Probleme!
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