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Ostschweiz Thurgauer Parlament lehnt Änderung bei Lehrplänen ab

Die Vorbereitungen für die Einführung des Lehrplans 21 laufen in den Kantonen auf Hochtouren. Doch genau so aktiv sind die Gegner des neuen Gesamtwerks. Im Thurgau will eine Initiative wieder mehr Strukturen in der Volksschule. Die Unterstützung aus dem Parlament ist aber gering.

Schulzimmer
Legende: Der Lehrplan 21 soll in den 21 deutschsprachigen Kantonen der Schweiz eingeführt werden. In 13 regt sich Widerstand. Keystone

Die Volksinitiative umfasst im Wesentlichen zwei Hauptpunkte:

  • Die Lehrpläne sollen neu vom Kantonsparlament gutgeheissen werden. Ausserdem unterstehen sie dem fakultativen Referendum
  • Die Lehrpläne enthalten Jahrgangsziele für die einzelnen Unterrichtsfächer. Die Lehrpläne sichern insbesondere die elementaren Ziele Lesen, Schreiben, Rechnen und eine positive Arbeitshaltung

Die Initianten wollen diese Eckwerte im Gesetz festschreiben lassen und dafür sorgen, dass die Qualität in der Volkschule wieder besser werde. Damit könne man sich den Lehrplan 21 ersparen, führt das Komitee aus.

Im Thurgauer Kantonsparlament finden diese Regeln wenig Anhänger. Mit 97 zu 22 Stimmen lehnt der Grosse Rat das Initiativbegehren ab. Dass heute die Regierung und Experten den Lehrplan ausarbeiten würden, sei richtig und effizient. Auch der eingeschlagene Weg mit der Einführung des Lehrplans 21 im Schuljahr 17/18 sei der richtige. Ausserdem sei es unrealistisch, Jahresziele per Gesetz vorschreiben zu wollen.

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