Thurgauer sind Hausbesitzer

Die Thurgauer Dienststelle für Statistik hat die Wohnform und den Beschäftigungsgrad in der Bevölkerung untersucht: Nur noch die Hälfte aller Haushalte wohnt zur Miete - trotz vergleichsweise günstiger Wohnungen.

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Bildlegende: Immer mehr Thurgauer haben ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung. Symbolbild: IMAGO

Lange galt für die Schweiz die Faustregel, dass sich die Bevölkerung auf rund zwei Drittel Mieterinnen und Mieter sowie einen Drittel Hauseigentümer aufteilt. Dass sich dieses Verhältnis wegen der tiefen Hypothekarzinssätze der letzten Jahre verändern würde, war absehbar. Zahlen aus dem Kanton Thurgau bestätigen nun, dass sich beide Wohnformen bald die Waage halten dürften.

Stockwerkeigentum: immer beliebter

47 Prozent der Thurgauer Haushalte seien Wohneigentümer, teilte die Dienststelle Statistik mit. Die weiteren Details: Das Stockwerkeigent um werde immer beliebter, bereits neun Prozent der Haushalte lebten in einer Eigentumswohnung.

Untersucht wurde auch, wieweit Paarhaushalte mit einem oder mehreren Kindern erwerbstätig sind. Das Ergebnis: Nur in etwa vier Prozent der Thurgauer Familien arbeiten beide Eltern Teilzeit. Dies sei am ehesten der Fall, wenn die Kinder noch nicht schulpflichtig seien, heisst es in der Auswertung.