Zum Inhalt springen

Header

Video
Die Fronten zwischen den Bergbahnen sind verhärtet
Aus News-Clip vom 13.11.2019.
abspielen
Inhalt

Toggenburger Bergbahnenstreit Getrennte Skigebiete: Jetzt kommt der Machtkampf

Die Bergbahnen Wildhaus und die Toggenburg Bergbahnen lassen sich auf diese Saison scheiden. Nach 19 Jahren gibt es nun keine Verbindungspisten und kein gemeinsames Ticket mehr. Jede Bergbahn arbeitet in die eigene Kasse. Fragt sich, wer am Schluss der Verlierer ist. Vielleicht der Skifahrer?

Das Gewerbe und seine Befürchtungen

Ein Tal, eine Gemeinde, zwei zerstrittene Skigebiete. Alle Bemühungen von Seiten der Gemeinde und des Tourismusverbandes, die Skigebiete zusammenzuhalten, sind gescheitert. Nun hat der Gast die Qual der Wahl, in welchem Skigebiet er nun diese Saison seine Schwünge in den Schnee ziehen will. Einzelne Detailhändler und Dienstleister im Dorf befürchten, viele der anspruchsvollen Skifahrer zu verlieren. Und das kann nicht im Interesse der Bergbahnen sein.

Komplexer Grabenkampf der Verwaltungsräte

Eine gewisse Sturheit und viel verbrannte Erde lassen im Moment keine Fusionsgespräche der beiden Skigebiete zu, obwohl beide Verwaltungsräte sich grundsätzlich für eine Fusion aussprechen. Die Wildhauser fühlen sich durch das feindliche Übernahmeangebot gedemütigt.

Niemals wollen sie ihre Aktien für 25 Franken verkaufen, wenn der Nominalwert bei 200 Franken liegt. Der Verwaltungsrat der Toggenburg Bergbahnen hingegen sieht das Angebot als Verhandlungsgrundlage und wirft den Strategen der Wildhauser Bergbahnen vor, sie seien nicht verhandlungsoffen.

Streit nützt den Kunden und der Region nichts

Sorgen macht sich der Wildhauser Gemeindepräsident Rolf Züllig. Er muss seit Jahren zusehen, wie der Bergbahnenstreit die Region spaltet. Der Parteilose appelliert an die Vernunft und versucht Hand zu bieten für mögliche Lösungen.

Video
Gemeindepräsident Wildhaus-Alt St. Johann
Aus News-Clip vom 13.11.2019.
abspielen

«Der Wirtschaftsraum ist extrem abhängig von den Bergbahnen als Leistungsträgern. Wir können es uns nicht leisten, dass ihre Geschäfte zurückgehen. Dann sind wir alle die Leidtragenden», sagt Rolf Züllig.

Jetzt ist es nur noch ein Kräftemessen. Spätestens die Zahlen am Ende der Saison dürften weitere Schritte fordern. Eine ganze Region hofft auf einen Neuanfang.

Reto Hanimann

Reto Hanimann

Ostschweiz-Korrespondent, SRF

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Der Ostschweiz-Korrespondent arbeitet als Redaktor beim Schweizer Fernsehen. Zuvor berichtete er jahrelang für Medien aus dieser Region. Reto Hanimann kennt die Politik, Wirtschaft und die gesellschaftlichen Themen der Ostschweiz.

Video
Bergbahnstreit im Toggenburg
Aus Schweiz aktuell vom 13.11.2019.
abspielen
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Matthias Graf  (Ikarus)
    Eine Fusion ist nötig. Es muss aber auch festgehalten werden, dass die Trennung einseitig von den TBB erzwungen wurde. Man will dort getrennte Skigebiete, um den Konkurrenten aus Wildhaus schliesslich in die Knie zu zwingen, egal welcher Schaden dem Toggenburg zugefügt wird.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Mueller  (Christian Mueller)
    Die bekommen wohl zu viel Geld aus dem inter- und intrakantonalen finanzausgleichen, dass sie sich so spielchen leisten können.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ruok Admundsson  (radmundsson)
      Und was haben irgendwelche Finanzausgleiche mit dem Gebahren der privaten Bergbahnen zu tun?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Rudolf Suter  (Rudolf Suter)
    Der Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St. Johann hat absolut recht, der Streit zweier benachbarter Wintersportgebiete in ein - und derselben Gemeinde ist absolut lächerlich und der Förderung der Destination Obertoggenburg nicht förderlich. Da bemühen sich Gastbetriebe von der Hotellerie über die Sportgeschäfte bis runter zum Couchsurfing Gastgeber nach Kräften die Destination als attraktiven Wintersportort zu fördern und dann macht man die Bemühungen Einzelner zunichte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen