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Trockenheit Landwirtschaft «Das Wichtigste ist die Infrastruktur auf den Alpen»

Legende: Audio Interview Markus Hobi abspielen. Laufzeit 4:01 Minuten.
4:01 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 31.07.2018.

SRF News: Wie ist die St. Galler Landwirtschaft auf einen solchen heissen Sommer vorbereitet?

Markus Hobi, Leiter Landwirtschaftliches Zentrum St. Gallen: Die Landwirte im Talgebiet, vor allem mit Spezialkulturen wie Obst- und Gemüsebau, haben in den letzten Jahren in Bewässerungssysteme investiert. Die Profibetriebe sind gut vorbereitet. Probleme tauchen dann auf, wenn die Wasserversorgung knapp wird. Auch in den Alpen haben die Landwirte grosse Investitionen getätigt in Wasserreservoirs, neue Quellfassungen und Wasserversorgungsnetze. Viele Alpen sind gut versorgt und verfügen lange über Wasser.

Zu wenig Wasser ist das eine Problem, zu wenig Futter das andere.

Im Moment kann man sagen, dass im tieferen Beggebiet, an Südhängen und auch im Talgebiet, die Situation schwieriger ist wie in höheren Lagen. Es ist wenig Futter da. Ins Tal hinunter gehen ist nicht die bessere Variante, da es auch im Tal wenig Futter hat. Höhere Berggebiete und Hochalpen haben nach wie vor Futter.

Was bereitet Ihnen aus Sicht der kantonalen Fachstelle am meisten Sorgen?

Diese Extremsituationen, auf der einen Seite die Trockenheit und auf der anderen Seite heftige Niederschläge. Dies stellt hohe Anforderungen an die Infrastruktur. Wasserversorgung, gute Erschliessung und Wegzufahrt - sie sind mit Kosten verbunden. Das grösste Problem ist, dass diese Mittel zur Verfügung gestellt werden, die es braucht, um diese Alpinfrastruktur zu unterhalten und zu erneuern.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Hug (Frau Hug)
    Solange sich Konsumenten nicht bewusst sind, was sie durch ihre Ernährung anrichten, ist diese Diskussion sinnlos. Für die Produktion von 1 Kg. Äpfel braucht es ca 700 Liter Wasser, so für die Herstellung 1 Kg Käse 5000 Liter und für 1 Kg. Rindfleisch mehr als 16'000 Litern...und vonwegen Futterknappheit, die Milchbauern importierten im Jahr 2016 ca 5000 Tonnen Palmöl aus Malaysia, für welches Regenwälder gerodet werden (Quelle SRF), von Soja aus Brasilien ganz zu schweigen...
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Genau, darum sollte man den "Subventions Kuchen für die Bauern" getechter aufteilen! Mehr für die "Bergbauern" und weniger für die "Flachlandbauern" und im weiteten sollten diese "gezwungen werden" vermehrt auf "Maschinen Gemeinschaften zu setzen"! Es kann ja micht sein, dass jeder mit seinem eigenen Güllenwagen und Mistzeter herumkarrt!
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