«Verkauf von Hyposwiss ist der richtige Schritt»

Die St. Galler Kantonalbank verkauft einen Teil der Hyposwiss. Der übrige Teil der Hyposwiss Privatbank AG Zürich wird in die Kantonalbank integriert. Damit will sich die Bank stärker fokussieren. Dieser Schritt wird von allen Parteien begrüsst.

Der Eingang der SGKB. Im Vordergrund Skulpturen aus Stein, hinten Schriftzug und Logo. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die St. Galler Parteien begrüssen den Verkauf der Hyposwiss. Keystone

Die St. Galler Kantonalbank (SGKB) stösst die Hyposwiss Private Bank Genève SA und das Osteuropa- und Lateinamerika-Geschäft der Hyposwiss Privatbank AG Zürich ab. Die übrigen Geschäftsfelder der Hyposwiss Privatbank AG Zürich werden auf Anfang 2014 in die SGKB integriert, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die St. Galler Kantonalbank hatte bereits im April bekannt gegeben, man prüfe einen Verkauf der Hyposwiss. Die SGKB begründete den Verkauf mit den «gegenwärtigen fundamentalen Veränderungen im Vermögensverwaltungsgeschäft». Die St. Galler Kantonalbank stand wegen ihrer Tochterfirma Hyposwiss immer wieder in der Kritik. Ihr wurde vorgeworfen, damit heikle Geschäfte abzuwickeln.

Die Hyposwiss war im Zusammenhang mit dem Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA in die Schlagzeilen geraten. In Medienberichten war spekuliert worden, die Privatbank habe sich um US-Kunden bemüht und stehe im Visier der amerikanischen Steuerbehörden.

Eine gute Entscheidung

Die St. Galler Parteien begrüssen den strategischen Schritt der Kantonalbank. Vehement gefordert wurde er von der SP. «Private Banking in Osteuropa und Lateinamerika gehört nicht zu den Aufgaben der Kantonalbank», sagt SP-Präsidentin Monika Simmler.

Auch die bürgerlichen Parteien zeigen sich zufrieden. Bei der Übernahme im Jahr 2002 habe die Hyposwiss der Kantonalbank zwar neue Einnahmen eingebracht, sagt etwa SVP-Fraktionschef Michel Götte. Nach heutiger Risikoabwägung sei es aber richtig, die Hyposwiss abzustossen.