Verschmutzte Eiswürfel in St. Galler Bars und Restaurants

Eine Studie des St. Galler Kantonschemiker zeigt: Bei einer Stichprobe von 32 Gastrobetrieben weisen acht verschmutzte Eiswürfel auf. Die untersuchten Eiswürfel erfüllen die Anforderungen an die Trinkwasserqualität nicht, da sie zu viele Bakterien enthalten.

Kellner kreiert einen Drink. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eiswürfel erfrischen, aber sind sie wirklich frisch? Keystone

Mit Bakterien verschmutzte Eiswürfel – darunter befinden sich auch Fäkalbakterien - sind nicht ungesund, aber unappetitlich, sagt der stellvertretende St. Galler Kantonschemiker. Grund für die Verschmutzung sind nicht sachgerecht gereinigte Eismaschinen. Werden die Bakterien eingfroren, würden sie auch nicht in jedem Fall verenden. Viele würde sich nach dem Auftauen schnell wieder vermehren.

Der Präsident des St. Galler Gastroverbandes kennt das Problem. Auf die Studie angesprochen, kündigt er an, mit einem Rundschreiben die Wirte im Kanton St. Gallen darauf hinzuweisen.

Der Kanton St. Gallen ist kein Einzelfall. Die Studie ist im Rahmen einer Kampagne aller Kantonschemiker entstanden. Die Ergebnisse sind noch nicht publiziert, aber bereits druchgesickert. Ein Viertel aller nationalen Proben seien verschmutzt. Im Thurgau ist es fast die Hälfte aller untersuchten Betriebe. Nachzulesen im Geschäftsbericht der Thurgauer Regierung.

Massnahmen ergreift das Amt für Verbraucherschutz nicht, gibt aber den Wirten einen Tipp: Wer die Eiswürfelmaschine nicht oft braucht, soll besser Wasser in Plastiksäcke abfülle und im Gefrierfach einfrieren. Das sei hygienischer.