Viele offene Fragen zur geplanten Umfahrung Uznach

Umfahrungen sind oft umstritten, weil sie nebst einer Entlastung auch eine Verlagerung des Verkehrs zur Folge haben. Dies ist auch bei der geplanten Umfahrung Uznach so. An der neusten Informationsveranstaltung kamen viele Fragen, aber auch Kritik aus der Bevölkerung.

Die Altstadt von Uznach aus der Luft gesehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der historische Stadtkern von Uznach soll entlastet und rechts umfahren werden. Keystone

Ziel der geplanten Umfahrung ist es, das Städtchen Uznach für den Verkehr zu sperren und südlich zu umfahren. Gemäss den Verkehrsentwicklungszahlen würde das Zentrum vom Uznach massiv vom Verkehr entlastet. Tangiert würde anderseits aber auch das Naturschutzgebiet im Kaltbrunner Ried.

An der neusten Informationsveranstaltung der Regionalbehörde brannten der Bevölkerung rund 80 Fragen unter den Nägel. Zwei oft gehörte: Ist die geplante Linienführung in Stein gemeisselt, und wie stark ist das Kaltbrunner Ried betroffen?

Klar ist für Markus Schwizer, Präsident der Region Zürichsee Linth: Wenn irgendwo Fläche wegfalle, müsse an einem anderen Ort wieder Fläche geschaffen werden.

Die Behörden wollen nun die Fragen aus der Bevölkerung im Internet beantworten und voraussichtlich im Herbst entscheidet das St. Galler Kantonsparlament darüber, ob die Umfahrungspläne in das neuste Strassenbauprogramm aufgenommen werden.

Schritt zurück

Nicht alle sind begeistert von den Plänen. Die IG Mobilität Region Uznach ist auch nach der neusten Information nicht glücklich über die aktuelle Variante und hofft darauf, dass sie noch nicht Eingang ins neuste Strassenbauprogramm findet. So bleibe Zeit, nochmals über andere Varianten nachzudenken, so IG-Sprecher Roger Zahner. Die IG überlege sich Aktionen im Hinblick auf die Kantonsratsdebatte.