Zum Inhalt springen

Header

Audio
Die Steinkrebspopulation wird aufgezogen und ausgesetzt
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 25.08.2020.
abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Inhalt

Vom Aussterben bedroht Im Appenzellerland werden Steinkrebse wieder angesiedelt

Der Steinkrebs gilt als stark gefährdet. Ab Herbst 2020 soll im Einzugsgebiet der Urnäsch eine sich selbst erhaltende Steinkrebspopulation durch Wiederansiedlung aufgebaut werden. Das Projekt wird vom Bund unterstützt.

Aus der «Schwarz» im Kanton AI

Die Steinkrebse zur Wiederansiedlung werden seit 2017 in der Aufzuchtstation Mehlersweid aufgezogen. Die Elterntiere wurden ursprünglich aus einer Steinkrebspopulation der «Schwarz» im Kanton Appenzell Innerrhoden entnommen.

Steinkrebse unter Druck

Steinkrebse zählen auch im Appenzellerland zu den einheimischen Arten. Generell ist zu den hiesigen Steinkrebspopulationen wenig bekannt. Diverse Beispiele haben gezeigt, wie schnell Flusskrebspopulationen - und mit ihnen deren stark angepasste genetische Vielfalt - ausgelöscht werden können.

Wir haben gemerkt, dass es gar nicht so viel braucht, bis die noch bestehenden Bestände ausgelöscht sind.
Autor: Ueli NefJagd- und Fischereiverwalter Kanton AI

Zerstörte Lebensräume, Gewässerverschmutzungen, invasives Verhalten der eingeführten Arten sowie die Krebspest sind dafür ursächlich.

Der Bund schreibt vor

Gemäss Bundesgesetz über die Fischerei sorgen die Kantone dafür, dass die natürliche Artenvielfalt der Fische, Krebse und Fischnährtiere erhalten bleibt. Mit dem fünfjährigen Pilotprojekt «Steinkrebse Appenzellerland» machen die beiden Appenzeller Kantone einen ersten Schritt zum Schutz und zur Förderung der Appenzeller Steinkrebse.

Gefährdete einheimische Krebsarten

Box aufklappenBox zuklappen
  • Die Schweizer Gewässer werden von drei einheimischen Krebsarten bewohnt: dem Dohlenkrebs, dem Steinkrebs sowie dem Edelkrebs.
  • Gemäss Bundesgesetz über die Fischerei gelten sie als gefährdet.
  • Der Edelkrebs ist gefährdet, der Steinkrebs und der Dohlenkrebs sind starkt gefährdet.
  • Die Schweizer Gewässer werden von drei einheimischen Krebsarten bewohnt: dem Dohlenkrebs, dem Steinkrebs sowie dem Edelkrebs.
  • Gemäss Bundesgesetz über die Fischerei gelten sie als gefährdet.
  • Der Edelkrebs ist gefährdet, der Steinkrebs und der Dohlenkrebs sind starkt gefährdet.

Die Projektverantwortung liegt bei den beiden Kantonen Appenzell Inner- und Ausserrhoden, in enger Zusammenarbeit mit dem Ökobüro Ecqua und der Flusskrebsstation Mehlersweid. Fachliche sowie teilweise personelle Unterstützung erhält das Projekt durch das «Amt für Natur, Jagd und Fischerei» des Kantons St. Gallen, das «Amt für Raum und Wald» Appenzell Ausserrhoden sowie den «WWF St. Gallen–Appenzell–Thurgau».

Regionaljournal Ostschweiz, 06:32 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen