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Ostschweiz Von der Beraterin zur SVP-Kandidatin

Die ehemalige CVP-Politikerin ist 38jährig und Politberaterin: Sie soll für die SVP einen zweiten Regierungsratssitz erobern.

Porträt Esther Friedli
Legende: Esther Friedli soll es richten: Die 38jährige SVP-Regierungsrats-Kandidatin wohnt seit knapp 20 Jahren im Toggenburg. Keystone

Der erste Wahlgang in den St.Galler Regierungsrat war für die SVP ein Fiasko. Mit Herbert Huser wollte die Partei einen zweiten Sitz erobern. Allerdings: Huser machte ein äusserst schlechtes Resultat. Er selber zog sich zurück. Die Partei sprach am Wahlabend noch von einem Verzicht auf den zweiten Wahlgang.

Friedli – Retterin in Not

Drei Tage später zauberte die St.Galler SVP aber dann doch noch eine Kandidatin aus dem Hut: Esther Friedli soll die Sache für die SVP richten. Die 38-jährige Frau wohnt seit knapp 20 Jahren im Toggenburg und ist Lebenspartnerin von SVP-Chef Toni Brunner.

Sie betreibt ein Polit-Beratungsbüro und war zuvor acht Jahre lang Generalsekretärin im St.Galler Erziehungsdepartement.

Aktiv in der CVP

Die studierte Politologin ist in Worb bei Bern aufgewachsen und trat früh der CVP bei. Aktiv war sie vor allem in der Jungen CVP Schweiz. Dazu war sie auch Mitglied im Grossen Gemeinderat von Worb.

2008 wurde sie als Generalsekretärin des St. Galler Erziehungsdepartementes gewählt - als CVP-Frau beim SVP-Bildungsdirektor. Kurz danach trat sie aus der CVP aus.

Kurzfristiger SVP-Eintritt

Damit Friedli SVP-Regierungsratskandidatin werden konnte, musste sie der Partei beitreten. Das tat sie just am Vorabend ihrer Präsentation als Kandidatin. Bis heute allerdings hat sie den Parteibeitrag noch nicht einbezahlt.

Die SVP-Frau wehrt sich gegen Vorwürfe, sie sei lediglich der «verlängerte Arm» von SVP-Boss Toni Brunner. Man könne das auch umgekehrt sehen: Hinter jedem starken Mann stehe nämlich auch eine starke Frau.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von H Gemperle (HGA)
    Politberaterin, klingt echt gut. Die Beratung von Herrn Huser hat die Qualität der "Politberatung" von Frau Friedli gezeigt. Dem Resultat entsprechend, mehr als schlecht. Herr Huser wurde nicht gewählt und "flog" sogar raus. Wobei ich weder gegen die SVP noch die CVP bin. Mag nur nicht wenn man sich mit Titeln brüstet um gewählt zu werden und nach dem Berater Misserfolg von Herr Huser die Partei wechselt. Aber dafür kann wahrscheinlich die CVP noch die SVP etwas.
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