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Eine Schülerin vor der Klasse
Legende: Welche Fremdsprache soll wann unterrichtet werden? Die Ostschweizer Kantone sind sich uneinig. Keystone
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Ostschweiz Von Harmos keine Spur

Trotz Harmos gibt es keine Spur von Harmonie beim Sprachenstreit in den Schulen: Die Kantone gehen eigene Wege. Und die Gegner von zwei Fremdsprachen drohen mit dem Gericht.

Am Donnerstag hatte die Bündner Regierung erklärt, dass die kantonale Fremdspracheninitiative, die nur noch eine Fremdsprache in der Primarschule verlangt, ungültig sei. Die Initiative verletze Bundesrecht, die Kantonsverfassung und benachteilige romanisch- und italienischsprachige Primarschülerinnen und -schüler. Ähnliches hatte auch die St.Galler Regierung vor rund zwei Monaten entschieden, als sie eine Initiative für ungültig erklärte, welche den Lehrplan21 aushebeln wollte. Und im Thurgau hat das Kantonsparlament entschieden, das Frühfranzösisch abzuschaffen.

Unterschiedliche Wege

Jetzt gehen die drei Ostschweizer Kantone in Sachen Fremdsprachen in der Schule unterschiedliche Wege – trotz Harmos. Die Thurgauer Erziehungsdirektorin Monika Knill findet das zwar nicht schlimm, ihr St.Galler Amtskollege Stefan Kölliker hingegen stört sich sehr daran.

Audio
Kantone glauben an gemeinsame Lösung (19.12.2014)
03:28 min
abspielen. Laufzeit 03:28 Minuten.

Keine «fremde» Einmischung

Die Erziehungschefs sind sich einig, dass es in dieser Frage keine Einmischung durch den Bund geben dürfe. Sie wollen aber auch nicht, dass die Gerichte entscheiden, ob, wie viele und welche Fremdsprachen in den Schulen unterrichtet werden. Sie sind überzeugt, dass die Erziehungsdirektoren selber einen Weg und eine Einigung finden werden, welche im Sinne von Harmos sei.

Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ith.eduard , Altstätten
    Von den Ostschweizer Kantonen: TG, SG, AI, AR u. GR ist nur der Kanton St. Gallen im HarmoS-Konkordat und das ist ein sehr wichtiger Unterschied! Ausser St. Gallen sind alle anderen oben erwähnten Kantone frei (Volkschulhoheit), wie sie die Zweisprachigkeit regeln wollen. Dass die Bündner Regierung eine Initiative für ungültig erklären will, ist sehr heikel, weil damit dem Volk seine ureigenen und verfassungsmässig garantierten Recht genommen werden! Der Ktn. SG muss sich nach dem HarmoS richten