Die Trümpfe liegen in den Händen der Glarner SVP

Im Februar wählt das Glarner Stimmvolk die Nachfolgerin oder den Nachfolger der abtretenden Regierungsrätin Marianne Dürst. Seit Dienstagabend ist klar, es kommt zu einer Kampfwahl zwischen Benjamin Mühlemann von der FDP und Marianne Lienhard von der SVP. Es spricht viel für die SVP.

Bis heute gibt es in der Glarner Regierung nur Vertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden Glarus und Glarus Nord. Glarus Süd ist nicht vertreten. Mit Marianne Lienhard bietet die SVP eine Kandidatin aus Elm, aus Glarus Süd. «Dies ist ein grosser Pluspunkt für die SVP. Diese Region müsse in der Regierung auch vertreten sein», sagt CVP-Präsident Peter Landolt gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF».

Ins selbe Horn bläst die SP. Thomas Kistler sagt, eine gerechte Verteilung auf die Regionen sei wichtig. Noch wichtiger sei jetzt aber die Chance, die SVP aus der Opposition zurück in die Regierung zu holen. Die SVP sei die grösste Partei im Kanton Glarus, aber seit der Gründung der BDP nicht mehr in der Regierung vertreten.

Die FDP möchte ihren Sitz mit dem 34jährigen Landrat Benjamin Mühlemann aus Glarus Nord verteidigen. Frank Gross, Präsident der FDP, möchte nicht sagen, dass die Region unwichtig sei. Er möchte ihr aber nicht zuviel Gewicht geben. Glarus sei ein kleiner Kanton, man kenne sich. Da sei es der Bevölkerung weitgehend egal, woher die Regierungsmitglieder stammen.

Im Kanton Glarus wird am 9. Februar 2014 gewählt. Ersetzt werden muss einzig die abtretende FDP-Regierungsrätin Marianne Dürst. Die restlichen vier Regierungsmitglieder treten nochmals an und gelten als unbestritten.