Walenstadt will Basejumpern nicht mehr zuschauen

Die St. Galler Gemeinde Walenstadt prüft Möglichkeiten um das Basejumpen besser zu regeln. Auslöser für die Abklärungen sind drei Unfälle im vergangenen Jahr. Ein Verbot ist aber unwahrscheinlich.

Zwei Basejumper kurz nach dem Absprung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Absprungpunkt «Sputnik» auf dem Hinterrugg in Unterwasser. Keystone

Wenn ein verunfallter Basejumper keine Versicherung hat und die Spitalkosten nicht selber bezahlen kann, muss die Gemeinde einspringen. Das regelt ein Bundesgesetz. Nach einem Unfall im letzten Jahr sitzt die Gemeinde Walenstadt nun auf Spital-Rechnungen in der Höhe von mehreren Tausend Franken.

«Wenn das mehrmals vorkommt, werden wir auch Verbotsmöglichkeiten prüfen», sagt Gemeindepräsident Werner Schnider gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Das sei allerdings nicht so einfach. Vor allem die Durchsetzung eines Verbots sei praktisch unmöglich, gibt sich Schnider zerknirscht.

Viel mehr Basejump-Sprünge werden in der Berner Gemeinde Lauterbrunnen absolviert. Dort gibt es das Problem aber nicht. Gemeindepräsident Peter Wälchli kennt keinen Fall, wo die Gemeinde Kosten übernehmen musste. «Die Basejumper sind in der Regel sehr gut versichert», sagt Wälchli.