Weniger Englisch an den Mittelschulen

Eine Lektion beim Englisch-Unterricht abzubauen, sei vertretbar, sagt der St. Galler Erziehungsrat. Deutsch und Musik bleiben dagegen unangetastet. Die Mittelschulen sollen darum selber bestimmen, wo sie zwei weitere Lektionen abbauen.

Kinder musizieren mit Schlagzeug und Gitarre Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An den St. Galler Mittelschulen wird weiter musiziert und gestaltet, eine Englischlektion hingegen wird weggekürzt. Keystone

Das St. Galler Kantonsparlament hat die Mittelschulen dazu verpflichtet, drei Lektionen  zu kürzen um damit Mittel einzusparen.  In einem ersten Vorschlag wollte der Erziehungsrat Englisch, Deutsch und Musik kürzen. Nach massiven Protesten lenkt er bei Deutsch und Musik/Gestalten ein. Beim Englisch bleibt er jedoch dabei: Eine Lektion soll gestrichen werden. Dies sei vertretbar, da die heutigen Jugendlichen bereits Vorwissen mitbrächten.

Für die beiden weiteren Lektionen, die eingespart werden müssen, spielt er den Ball den Mittelschulen zu. Aus den Lektionen «zur freien Verfügung Schule» sollen sie die Einsparungen realisieren.

Über diese Lektionen kann die einzelne Schule frei verfügen. Sie werden beispielsweise eingesetzt um ein bestimmtes Fach zu vertiefen, um Projekte durchzuführen oder auch für Informatikstunden. Dieser freie Pool an Lektionen wird nun um die Hälfte gekürzt.