Widerstand der Glarner Gemeindepräsidenten

Der Kanton Glarus will den Gemeinden seine Dienste beim Einzug der Steuern neu in Rechnung stellen. Die Gemeindepräsidenten sind verärgert.

Die kantonale Verwaltung im Kanton Glarus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gemeinden wollen den Kanton für seine Dienste nicht entschädigen. zvg

1,3 Millionen Franken oder 50 Franken pro Steuerdossier: Soviel möchte die Glarner Regierung den drei Gemeinden in Rechnung stellen. Dies als eine unter vielen Sparmassnahmen, mit denen der Kanton seinen Finanzhaushalt ins Lot bringen will.

Es sei üblich, dass derjenige, der eine Leistung erbringe, auch dafür entschädigt werde, sagte Finanzdirektor Rolf Widmer bei der Präsentation der Sparmassnahmen.

Thomas Hefti, Gemeindepräsident von Glarus Süd, kann die Argumentation nicht nachvollziehen: «Vor über 10 Jahre wurde der Steuereinzug beim Kanton angesiedelt. Vor 4 Jahren, als die Gemeinden fusioniert wurden, hat man es so belassen». Insbesondere sei während der zähen Verhandlungen um die Aufteilung der Steuererträge immer klar gewesen, dass der Kanton die Steuern einziehe.

«Wenn, dann müssen wir auch über eine neue Zuteilung der Steuermittel reden», sagt Martin Laupper Gemeindepräsident vom Glarus Nord. Im Landrat (Parlament) wollen die Gemeindepräsidenten darum gegen eine Entschädigung an den Kanton kämpfen.