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Ostschweiz Zahl der Pflegefamilien im Kanton St. Gallen steigt

Gewalt, Überforderung, Suchtprobleme: Wenn Kinder oder Jugendliche fremdplatziert werden, kommen sie in ein Heim oder zu einer Pflegefamilie. Und gerade die Platzierungen in Pflegefamilien werden zahlreicher im Kanton St. Gallen. Ausgewählt und geprüft werden die Pflegefamilien vom Kanton.

Die Anzahl von Pflegefamilien und Pflegekinder haben seit dem Jahr 2013, also seit der Kanton für die Aufsicht zuständig ist, kontinuierlich zugenommen. Ursprünglich wurde mit 180 Pflegefamilien im Kanton gerechnet. Die Zahl liegt nun deutlich höher.

Mehr als die Hälfte aller Platzierungen von Kindern und Jugendlichen, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können, erfolgt in Pflegefamilien und nicht in Kinder- und Jugendheimen. Dies zeigt, dass die Bedeutung dieser Betreuungsform zunimmt.

Pflegeeltern haben anspruchsvolle Aufgaben

Die Zahl der Kinder und Jugendliche in sehr schwierigen Lebenssituationen, welche durch Pflegefamilien betreut werden, ist am Wachsen. Rund 40 Prozent der Pflegefamilien werden durch eine Familienplatzierungsorganisation beraten und begleitet, damit sie die anspruchsvolle Aufgabe gut meistern können.

Das kantonale Amt für Soziales prüft die Eignung von Pflegefamilien und nimmt die Aufsicht wahr. Jede Familie wird mindestens einmal im Jahr besucht.

Ende letzten Jahres betreuten im Kanton St. Gallen 253 Pflegefamilien insgesamt 338 Pflegekinder im Alter von wenigen Tagen bis zur Volljährigkeit.

Knapp ein Drittel aller Pflegeeltern sind Verwandte des Pflegekindes. Häufig sind es Grosseltern, aber auch Onkel, Tanten oder ältere Geschwister, die diese anspruchsvolle Betreuungsaufgabe übernehmen. Gut die Hälfte aller Pflegekinder ist über zwölf Jahre alt, lediglich fünf Prozent sind jünger als drei Jahre. Am 31. Dezember 2015 lebten genau gleich viele Mädchen wie Knaben, nämlich je 169, in Pflegefamilien.

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