Unternehmenssteuer-Reform III Zahlen werden selbst die Kirchen

Es geht um viel Geld bei der Unternehmenssteuerreform III, über welche die Bürger am 12. Februar abstimmen werden. Und zwar um Geld, das den Kantonen und Gemeinden fehlen wird. Ebenfalls betroffen: die Kirchen.

Die katholische Kirche in Frauenfeld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch die Kirchen müssen über die Bücher – im Bild die katholische Kirche in Frauenfeld. Pingelig

  • Die Ausgangslage: Die Schweiz bzw. die Kantone geben bislang Steuerprivilegien an ausländische Unternehmen, damit diese sich hier niederlassen. Diese Privilegierung ausländischer Unternehmen über das Steuergesetz wird von der OECD und der EU schon lange kritisiert. Nun muss die Schweiz ihr Steuersystem anpassen.
  • Die Lösung: Die Unternehmenssteuerreform III will die ungleiche Besteuerung aufheben. Sie tut dies unter anderem damit, dass sie die Gewinnsteuersätze für die einheimischen Unternehmen senkt und damit die Angleichung erreicht.
  • Das Problem: Infolge dieser Steuersenkungen entsteht ein Loch von insgesamt drei Milliarden Franken. Für den Kanton St. Gallen macht dies insgesamt rund 63 Millionen Franken aus: Für den Kanton rund 32 Millionen, für die Gemeinden 26 Millionen, für die Kirchen gegen fünf Millionen. Die Zahlen basieren auf Schätzungen, die genauen Auswirkungen der Steuerreform III sind noch unklar. Ebenfalls unklar ist, wie die betroffenen Staatsebenen die Ausfälle kompensieren wollen.