Zeitzeugen im «Fall Fischingen» gesucht

Das Kloster Fischingen lässt Missbrauchsvorwürfe durch die Beratungsstelle für Landesgeschichte überprüfen. Diese sucht nun Zeugen, die sich zu den Missbrauchsvorwürfen gegen einen Pater äussern.

Ein Kreuz einer Kirche vor dem Vollmond. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Kloster Fischingen arbeitet die dunkle Seite der Geschichte mit externer Hilfe auf. Keystone

Die Beratungsstelle für Landesgeschichte BLG wolle möglichst viele Interviews mit Zeitzeugen führen. Dies solle helfen, ein abgerundetes Bild der Vergangenheit liefern zu können, schreibt das Kloster Fischingen in einer Mitteilung.

Ehemalige Schüler der Sekundarschule des Kinderheims St. Iddazell hatten im vergangenen Sommer ihrem früheren Lehrer sexuellen Missbrauch und Körperstrafen vorgeworfen. Die Vorfälle liegen rund 40 Jahre zurück. Der beschuldigte Pater weist die Vorwürfe zurück. Das Kinderheim wurde 1976 aufgehoben.

Zur externen Aufarbeitung der Vorwürfe gehört auch die Überführung des Kinderheim-Archivs ins Staatsarchiv des Kantons Thurgau.