Zu wenig Zeit und zu wenig kommuniziert

Appenzell Ausserrhoden verkleinerte die Anzahl Regierungsräte und Departemente von sieben auf fünf. Die Reorganisation ging letztes Jahr über die Bühne. Der Zeitplan war zu ehrgeizig, die Kommunikation nicht zufriedenstellend, kritisiert die Staatswirtschaftliche Kommission diesen Prozess.

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Bildlegende: Im März 2015 wählte Ausserrhoden erstmals einen fünfköpfigen Regierungsrat. Keystone

Das Jahr 2015 stand in der Ausserrhoder Verwaltung ganz im Zeichen der Reorganisation. Aus sieben mach fünf war die Aufgabe. Dies sei alles in allem gut gelungen, erklärte am Montag die Staatswirtschaftliche Kommission in ihrem Bericht. Allerdings kritisiert sie, dass der Zeitplan zu ehrgeizig gewesen sei. Oft sei man zu spät gewesen und alles habe neben dem Tagesgeschäft gestemmt werden müssen. Das habe zu einer Mehrbelastung der Mitarbeitenden geführt.

Ebenfalls unzufrieden war die StwK mit der Kommunikation. «Es ist enorm wichtig, die Betroffenen gut zu informieren und dies wurde nicht in jedem Departement gleich erfolgreich umgesetzt», rügt die Präsidentin der StwK und FDP-Kantonsrätin Monica Sittaro.

Die StwK fordert, dass die Führungskommunikation weiter vertieft wird. Ziel sei eine einheitliche Kommunikation in allen Departementen zu haben. Auch die entstandenen Mehrkosten von 600‘000 Franken sollen aufgeschlüsselt werden. Die StwK möchte wissen, was wofür verwendet wurde und was es gebracht hat.