Zürcher nehmen zum Medizin-Master keine Stellung

Die St. Galler Kantonsregierung setzt sich mit allen Mitteln dafür ein, dass in der Ostschweiz Studienplätze für Ärzte angeboten werden - dies in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich. Doch dort sind die Würfel noch nicht gefallen.

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Bildlegende: Auch St. Gallen will Mediziner ausbilden. Unter Dach und Fach ist der Studiengang aber noch nicht. Keystone

Am Montag teilte die St. Galler Regierung mit, sie wolle ein eigenes Medizinstudium anbieten. Das Ziel ist, ab dem Jahr 2020 40 Master-Studierende in der Ostschweiz auszubilden. Daran beteiligt sind das Kantonsspital St. Gallen sowie die Universität St. Gallen. Eine entsprechende Vereinbarung mit der Universität Zürich stehe - der Masterstudiengang soll in Kooperation mit Zürich angeboten werden.

Nötig dafür sind allerdings die Zustimmungen der Zürcher Regierung und des Universitätsrates. Beide wollen auf Anfrage von Radio SRF nicht mündlich Stellung nehmen. Schriftlich teilt die Universität Zürich mit, sie prüfe die Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen. Konkret seien dies die ETH Zürich, die Universität Luzern, die Universität der italienischen Schweiz sowie die Kantonsspitäler Luzern und St. Gallen sowie weitere Spitäler. Die Zusammenarbeit mit St. Gallen sei eines von mehreren Projekten, entschieden werde im Verlauf der kommenden Monate.

Trotz dieser klaren Worte aus Zürich hält die St. Galler Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann an ihren Plänen fest. Sie sei überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit der Universität Zürich klappen werde, sagte sie auf Anfrage.