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St. Galler Bauchef Marc Mächler nimmt zum Projekt Stellung
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 08.10.2019.
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Zusammenarbeit über Grenzen Dürfen wir vorstellen: Der Metropolitanraum Bodensee

Mit dem Metropolitanraum Bodensee erhofft sich die Region mehr Bundesgelder für die Ostschweizer Wirtschaft. Ideen wären vorhanden, dies hat eine gemeinsame Debatte von Vertretern aus Wirtschaft und Politik gezeigt. Ende Jahr soll die Charta unterschrieben werden. Der Kanton Thurgau hat sich bereits offiziell ausgeklinkt.

Für den St. Galler Regierungsrat Marc Mächler ist der Metropolitanraum Ostschweiz die beste Möglichkeit, um für Infrastrukturprojekte an Bundesgelder zu kommen. «Wir werden ohne solchen Metropolitanraum im Raumkonzept Schweiz abgehängt», sagte Mächler gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.

Marc Mächler

Marc Mächler

Regierungsrat Kanton St. Gallen

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Marc Mächler steht im Kanton St. Gallen dem Baudepartement vor. Er ist seit 2016 in der Regierung. Als FDP-Politiker engagiert er sich in Wirtschafts- und Standortfragen. Er ist vonseiten des Kantons St. Gallen zuständig für den Metropolitanraum Bodensee.

SRF News: Geht es beim Metropolitanraum Bodensee vor allem um Verkehrsprojekte?

Verkehr ist sicher ein wichtiger Teil, da der Bund Infrastrukturbeiträge zahlt. Aber es geht auch um Bildungspolitik und den wirtschaftlichen Zusammenhalt. Wir müssen mit möglichst offenen Grenzen agieren können. Wir wollen die Zusammenarbeit verstärken. Ein Beispiel ist der Autobahnanschluss nach Vorarlberg. Wenn es uns gelingt, hier die Partner zusammenzubringen, dann kann ein solcher Metropolitanraum hilfreich sein, uns zu stärken.

Das österreichische Bundesland Vorarlberg macht mit. Der Kanton Thurgau ist im Metropolitanraum Bodensee aber nicht dabei!

Als St. Galler Regierung bedauern wir diesen Entscheid. Sie begründen ihren Entschluss damit, dass sie sich lieber dem Metropolitanraum Zürich anschliessen wollen. Im Kanton St. Gallen haben wir die gleiche Herausforderung mit den Regionen Wil und Rapperswil-Jona. Deshalb sind wir mit dem Kanton St. Gallen auch im Metropolitanraum Zürich dabei. Die Thurgauer haben sich anders entschieden. Aber die Türe für die Thurgauer ist nicht zu, sie sind jederzeit herzlich willkommen.

Vorarlberg war für uns entscheidend, da wir hier grosses Potential sehen. Wir haben verschiedene gemeinsame Handlungsfelder: Verkehr, Tarifsysteme im öffentlichen Verkehr, Universitäten. Wir planen in der Agglomeration Rheintal ein neues Programm. Es ist der zweite Anlauf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu vertiefen. Der Metropolitanraum wäre hier die übergeordnete Struktur.

Würde das heissen, dass Geld aus der Ostschweiz nach Vorarlberg fliesst?

Das ist bereits im Agglomerationsprogramm vorgesehen und denkbar. Die Ostschweiz ist hier bereit, Geld zu investieren.

Haben wir ein Wahrnehmungsproblem - das steht so in der Charta?

Wir unterschätzen uns selber - das Rheintal zum Beispiel ist eine starke Wirtschaftsregion. Kommt dazu, dass uns zum Beispiel Zürich unterschätzt. Wir sind Exportmeister, und wir werden zu wenig wahrgenommen. Wenn man gewisse Projekte wirklich umsetzen kann, dann kann man sich so auch besser vermarkten.

Ein Problem, das wir hier haben: Wir haben nicht ein Zentrum wie Zürich. Wir sind ein Metropolitanraum mit verschiedenen Subzentren. Wir sind polyzentrisch. Wenn diese Städte wirklich zusammenarbeiten, dann haben wir grosses Potential.

Wie fix ist das Unterschreiben der Charta im November?

Wir haben das diskutiert. Ich habe alle angeschrieben – inklusive dem Kanton Thurgau. Alle können sich bis Ende November äussern. Ende Dezember, anfangs Januar soll unterschrieben werden. Wir warten aber die Wahlen in Vorarlberg ab.

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