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Legende: Video XXL-Touristengruppe: 4000 Chinesen in Luzern abspielen. Laufzeit 07:33 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 13.05.2019.
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4000 Chinesen auf einmal «Eine solch grosse Touristengruppe in Luzern ist eine Ausnahme»

4000 chinesische Gäste reisten am Montag nach Luzern. Laut Tourismusdirektor Perren wird das nicht zum Geschäftsmodell.

Kurz nach halb zehn Uhr am Morgen beim Inseli-Parkplatz hinter dem KKL: Die ersten der 95 Reisecars kommen aus Basel und Zürich an, wo die chinesischen Touristinnen und Touristen während ihres mehrtägigen Besuchs in der Schweiz einquartiert sind.

Der Parkplatz ist ausschliesslich für die grosse Reisegruppe reserviert. Die Cars reihen sich eng aneinander. Zügig steigen die chinesischen Männer und Frauen in Gruppen aus und folgten den rot-weissen Fähnchen ihrer Begleiter. Lachende Gesichter, wohin man sieht. Unzählige Fotos werden gemacht. Es ist der Start eines ereignisreichen Tages mit Stadtbesichtigung, Shoppen, Bootsfahrt und gemeinsamem Dinner auf der Luzerner Allmend.

Es ist wahrscheinlich für viele ein Lebenstraum, einmal in Luzern zu sein.
Autor: Marcel PerrenLuzerner Tourismus-Direktor

Eine so grosse Touristengruppe aufs Mal in Luzern – das gibt es höchst selten, wie der Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren sagt: «In der Regel bestehen solche Belohnungsreisen aus 200 bis 300 Leuten.» Mit Belohnungsreisen meint Perren: Die 4000 Chinesinnen und Chinesen gehören zu einer noch viel grösseren Gruppe, die von ihrem Arbeitgeber «Jeunesse Global» diese Reise in die Schweiz bezahlt bekommt. In den nächsten Tagen reisen insgesamt rund 12'000 Angestellte der Firma nach Luzern. «Das war wahrscheinlich für viele ein Lebenstraum, einmal in Luzern zu sein», so Marcel Perren.

Den Bogen nicht überspannen

Gruppen in dieser Grösse gezielt nach Luzern zu holen, sei nicht ihr Ziel, sagt der Tourismusdirektor. «Das ist eine Ausnahme. Einmal in fünf Jahren ist sowas in der Form okay.» So werde das grosse Aufkommen auch von der Bevölkerung hier grösstenteils goutiert. Die Rückmeldungen seien meist positiv. Und Marcel Perren sagt weiter: «Solche Reisenden haben Potenzial für die Zukunft. Wir haben die Gelegenheit, Luzern zu präsentieren – einige werden später wieder kommen.»

Das Programm, das die 4000-köpfige chinesische Touristengruppe absolvierte, bedeute eine logistische Sonderaufgabe, erklärt Mario Lütolf. Er ist bei der Stadt Luzern für den Stadtraum und Veranstaltungen zuständig.

Wir haben extra ein Mobilitätskonzept auf die Beine gestellt.
Autor: Mario LütolfLeiter Stadtraum und Veranstaltungen, Stadt Luzern

Eine besondere Herausforderung ist dabei der Transport. Die Stadt habe extra ein Mobilitätskonzept erarbeitet. Involviert waren Luzern Tourismus, die Luzerner Polizei und zusätzliche Helfer der Milizfeuerwehr.

Im Vorfeld sagte Lütolf, er glaube nicht, dass die Grossgruppe für die Stadtluzerner Bevölkerung besonders stark spürbar sein werde, ausser beim Inseli oder dem Schwanenplatz. Es seien auch an normalen Tagen rund 20'000 Tagesgäste in der Stadt.

Es werden wohl mehrere Millionen Franken Wertschöpfung hängen bleiben.
Autor: Mario LütolfLeiter Stadtraum und Veranstaltungen, Stadt Luzern

Lütolf ist überzeugt, dass dieser Besuch wirtschaftlich etwas bringe: Nicht nur den Carunternehmen aus der ganzen Schweiz, welche die Touristen transportieren, sondern auch den Geschäften in Luzern: «Es werden mehrere Millionen Franken Wertschöpfung hängen bleiben.»

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84 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    War vor 2-3 Jahren auf dem Rigi, eine Woche, es war zeihmlich mieses Wetter. Die bleichen Japner kamen aus der Grossstadt in einer Schnellbleiche. Am selben Tag auf den Rigi, Pilatus und Bürgerstock, alles im Nebel. Nicht etwa im Rücksack 2 Monate die Schweiz entdecken mit Grundlohn. Na ja. Wir leben noch nicht in der Besten aller Welten.
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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner (Rechi)
    Hey Leute, habt ihr ein Problem mit Chinesen? Die sind mir allemal lieber als 4000 Hooligans oder Demonstranten die fuer irgend welchen Quatsch auf die Strasse gehen.
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  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    "Es werden mehrere Millionen Franken Wertschöpfung hängen bleiben" Die Frage ist doch, wer die Millionen bekommt und wer den Dreck und die Kosten. Die einzigen, die Verkaufen sind die Souvenirshops und Bucherer und Co. Die bezahlen aber alle nicht Steuern in der Stadt, sondern Optimiert in Steueroasen. Gegessen und geschlafen wird auch nicht in der Stadt. Dafür haben die Stadtbewohner den Verkehr, den Dieselfeinstaub, den Dreck, und eine Stadt mit überteuerten Ladenmieten, Wohnungsmieten, etc.
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