600 Jahre Niklaus von Flüe Organisatoren der Bruder-Klaus-Feiern zufrieden

Mit dem Gedenkjahr seien Niklaus von Flüe und seine Frau Dorothee Wyss authentisch und wirkungsvoll gewürdigt worden.

Die Organisatoren des Gedenkjahres 600 Jahre Niklaus von Flüe sind zufrieden mit dem Echo, das die Jubiläumsveranstaltungen erzeugt haben. Unter dem Motto «Mehr Ranft» feierte der Kanton Obwalden 2017 den 600. Geburtstag des Eremiten.

Es gab elf Kernprojekte und 200 Initiativen von Gruppen, Vereinen und Privaten, wie der Trägerverein am Mittwoch mitteilte. Der 2013 gegründete Verein wird im Frühling 2018 aufgelöst. Finanziell wird eine ausgeglichene Rechnung erwartet.

So wurde das Leben und Wirken von Bruder Klaus gewürdigt:

  • Durch einen Staatsakt mit Bundespräsidentin Doris Leuthard.
  • Anlässe mit der katholischen und reformierten Landeskirche.
  • Ein Gedenkspiel erreichte bei 41 Vorstellungen eine Auslastung von 96 Prozent.
  • Die Post gab eine Sondermarke heraus.
  • Um den Pilgerort Flüeli-Ranft zu entlasten, wurden die Kernprojekte dezentral durchgeführt.

Einsiedler und Heiliger

Niklaus von Flüe lebte von 1417 bis 1487 in Obwalden. Er gehörte dem höchsten Zirkel im Kanton an, entsagte aber 1467 seinem bisherigen Leben und wurde Einsiedler. Von Flüe wurde 1649 selig und 1947 durch Papst Pius XII heilig gesprochen.

Es gilt heute als gesichert, dass die Intervention des Eremiten 1481 bei einem Konflikt an der Tagsatzung zum Stanser Verkommnis führte, das die Eidgenossenschaft vor dem Zerfall bewahrte.