«Absagen für Golfturnier sind unverständlich»

Golf ist nach 112 Jahren wieder olympische Disziplin. Viele männliche Topathleten verzichten aber auf eine Teilnahme an den olympischen Spielen. Nicht so die Frauen: Auch die Zugerin Fabienne In-Albon kämpft in Rio um Medaillen.

Die Zuger Golferin Fabienne In-Albon beim Abschlag. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Zuger Golferin Fabienne In-Albon beim Eröffnungsturnier des Golfplatzes in Andermatt. Keystone

Der Golfsport, der längst zum Breitensport geworden ist, wird nach 112 Jahren wieder olympisch. Mit dem Comeback versprach sich der Golfsport eine Aufwertung. Die besten Golfer der Welt wie Jason Day, Dustin Johnson, Jordan Spieth oder Rory Mcllroy verzichten jedoch auf eine Teilnahme am Golfturnier in Rio. Offizielle Begründung: Angst vor dem Zika-Virus.

Die Zuger Profigolferin Fabienne In-Albon, die sich für Olympia qualifiziert hat, kritisiert das: «Ich finde das sehr schade und unverständlich. Es ist für den Golfsport eine Riesenchance, dass die Akzeptanz für den Golfsport höher wird.» Die Absage gebe unter den Sportlern zu reden. Bei den Golferinnen seien kaum Absagen zu verzeichnen.

«  Für mich als Athletin sind die olympischen Spiele etwas vom Grössten.  »

Fabienne In-Albon
Golfspielerin und Olympiateilnehmerin in Rio

Der wahre Grund für das Fehlen der Topgolfer dürfte sein, dass grosse Turniersiege mehr zählen als olympische Ruhm und Ehren. Für Profigolfer ist der Saison-Turnierplan sehr eng. Vor und nach den olympischen Spielen finden Turniere mit Preisgeldern in Millionenhöhe statt.

Fabienne In-Albon wird ab dem 17. August das viertägige, olympische Turnier bestreiten. Sie wird gegen viele Spielerinnen antreten müssen, die sie aus direkten Begegnungen noch nicht kennt. «Für mich ist es einfach wichtig, dass ich meine Bestleistung abrufen kann und dann werden wir sehen», sagt In-Albon.