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John Sieber, Leiter Produktion EWO: «Wir starten nun einen neuen Versuch»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 11.07.2020.
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Ärger auf Melchsee-Frutt Murmeltiere gefährden die Sicherheit des Tannensee-Damms

Die gegrabenen Höhlen und Gänge machen dem Staudamm zu schaffen. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Den «Munggen» ist es so richtig wohl beim Tannensee auf der Melchsee-Frutt. Der Damm, der mit Gras bewachsen ist, ist für die Nagetiere ein Eldorado, vor allem wegen der sonnigen Lage. «Im Frühling ist der Schnee relativ schnell weg und die Vegetation blüht rasch», sagt John Sieber. Er ist beim Elektrizitätswerk Obwalden EWO Leiter Geschäftsfeld Produktion.

Die unterirdischen Wege, welche die Murmeltiere graben, machen den Damm instabil. Vor allem wenn es intensiv regnet, könnte es beim kleinen Stausee deshalb gefährlich werden.

Das ist eine Sisyphusarbeit.
Autor: John SieberLeiter Geschäftsfeld Produktion EWO

In den letzten zehn Jahren habe sich das Problem mit den Murmeltieren verschärft. «Das ist eine Sisyphusarbeit», sagt John Sieber.

Nichts hat genützt

In der Vergangenheit versuchte das EWO bereits auf unterschiedliche Arten, das Problem zu lösen: Lumpen mit menschlichen Duftstoffen wurden montiert, Stangen für Greifvögel aufgestellt, die Murmeltiere umgesiedelt.

Da nichts funktioniert hat, wagt das EWO nun einen neuen Versuch. Grosse Metallnetze sollen installiert werden, um die Murmeltiere vom Graben abzuhalten. Wenn der ganze Damm abgedeckt werden müsste, würde dies das EWO rund 200'000 Franken kosten.

Muss der Bestand reguliert werden?

Auf die Frage, ob der Bestand der Murmeltiere reguliert werden müsse, sagt John Sieber: «Wir stehen diesbezüglich mit dem Kanton Obwalden in Kontakt.» Diese Massnahme stünde momentan jedoch nicht im Vordergrund.

Klar ist: Eine Lösung muss her. Dies verlangt auch das Bundesamt für Energie, das die Oberaufsicht über die Stauanlagen in der Schweiz hat. Das Bundesamt verlangt vom EWO, dass bis in drei Jahren eine Lösung gefunden ist.

Regional-Diagonal, 12:03 Uhr

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