Alle Luzerner Kinder sollen gleiche Startchancen haben

Vor vier Jahren hat die Stadt Luzern ein Projekt zur Frühförderung lanciert. Dabei geht es nicht um Frühchinesisch, sondern um grundlegende Fähigkeiten: Kinder sollen bei ihrem Schuleintritt selbständig essen oder mit Gleichaltrigen spielen können. Eine erste Bilanz fällt grundsätzlich positiv aus.

Kinder mit bunten Schultaschen laufen eine Treppe hinunter. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Projekt der Stadt Luzern soll ermöglichen, dass alle Kinder beim Schuleintritt die selben Startchancen haben. Keystone

Die meisten Kinder werden durch ihre Familie genügend gefördert. Es gibt aber Eltern, die ihre Kinder nicht so unterstützen können, wie es nötig wäre. Deshalb hat die Stadt Luzern vor vier Jahren das Programm «Frühe Förderung» für Kleinkinder und ihre Familien lanciert.

Schwer aufholbare Rückstände abbauen

Dabei gehe es um grundlegende Fähigkeiten wie Motorik, Sprachentwicklung und Sozialverhalten, schreibt die Stadt. Rückstände in diesen Bereichen seien später nur schwer aufzuholen und führten zu ungleichen Startchancen im Leben.

Nach rund vier Jahren liess der Stadtrat das Projekt extern überprüfen. Er zieht grundsätzlich ein positives Fazit, sieht aber auch Handlungsbedarf. Und zwar bei schwierig zugänglichen Familien, für die eine Unterstützung oder Entlastung jedoch angezeigt wäre.

Betroffene Familien sollen besser erreicht werden

Dies seien oft Familien aus bildungsfernen oder sozial benachteiligten Verhältnissen – häufig gekoppelt an Migrationshintergrund, heisst es im Bericht. Diese Familien gelte es zu erreichen, um ihren Kindern einen guten Start in die Schule zu ermöglichen.