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Am Tag danach Zuger CVP übt Zurückhaltung nach Vorwürfen gegen Beat Villiger

Villiger verdiene das Vertrauen. Es sei zu früh, mögliche Konsequenzen zu diskutieren, sagt die Interims-Präsidentin.

Am Tag nachdem das Onlinemagazin «Republik» von Ermittlungen gegen den Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger berichtet hat, nimmt dessen Partei, die CVP, Stellung.

Der Fall in Kürze

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  • Innerhalb weniger Monate kontrollierte die Luzerner Polizei zwei Mal ein Auto, das auf den Zuger Sicherheits- und Justizdirektor Beat Villiger eingelöst war. In beiden Fällen sass eine Frau am Steuer, die keine Fahrerlaubnis besass.
  • Nach der zweiten Polizeikontrolle haben Villiger und die Frau den Luzerner Behörden einen Kaufvertrag präsentiert, laut dem er nicht mehr Besitzer des besagten Autos sei – sondern die Person, die am Steuer sass. Die Polizei vermutete zunächst Urkundenfälschung.
  • Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren im Februar aber eingestellt. Sie kommt zum Schluss, dass die Frau Villiger angelogen hatte, indem sie ihm gesagt hatte, sie verfüge über einen Fahrausweis. Aufgrund des engen Verhältnisses habe er allen Grund gehabt, ihr zu glauben.

Die CVP bedauere ausserordentlich, dass fünf Tage vor den Wahlen die Berichterstattung über Beat Villiger die Zuger Bevölkerung verunsichert habe, schreibt Monika Barmet in einer Mitteilung. Sie ist Interims-Präsidentin der CVP des Kantons Zug.

Auf Anfrage von Radio SRF sagt sie: «Ich habe erst am Montag über die Medien von dem Fall erfahren. Seither hatte ich noch keinen persönlichen Kontakt mit Beat Villiger.»

Ohne die Angelegenheit genauer zu kennen, sei es ihr nicht möglich, konkret Stellung zu nehmen. «Im Moment ist es auch zu früh, um über allfällige Konsequenzen zu diskutieren ohne dass nochmals alle Involvierten darüber diskutiert haben» , so Monika Barmet weiter. Regierungsrat Beat Villiger habe gute Arbeit geleistet und verdiene Respekt und Vertrauen.

Dass die Negativ-Schlagzeilen ihrer Partei bei den anstehenden Wahlen schaden könnte, glaubt Interims-Präsidentin Barmet nicht: «Ich glaube, die CVP hat insgesamt gute Arbeit geleistet. Daher blicke ich zuversichtlich auf die Wahlen und das Ergebnis vom kommenden Sonntag.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Arthur Häberli (Arthur Häberli)
    Was mir aber immer wieder auffällt: Mit welche Insensibilät, man könnte es Überheblichkeit oder schlechtes Gespür nennen, Personen an der 'Macht' und in Positionen, die Vertrauen voraussetzen (würden), mit sich, dem Umfeld, der Kommunikation und der Wahrheit umgehen. .. Es zeigt auch wie OnlinePlattformen Dinge benennen, welche klassische Medien sich davor hüten oder zuerst nichts darüber wissen. Dann aber Berichte über die Berichte veröffentliche, statt eigene und vertiefte Recherche zu machen.
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