Andermatt: Umweltverbände reichen Beschwerde gegen Skigebiet ein

Fünf Umweltverbände haben gegen die Zonenplan-Änderung für das geplante Grossskigebiet Andermatt-Sedrun Beschwerde eingereicht. Dies trotz einem vorherigen Kompromiss mit dem ägyptischen Investor Samih Sawiris. Bei Andermatt Swiss Alps reagiert man gelassen auf die Beschwerde.

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Beschwerde gegen Skigebiet Andermatt-Sedrun

3:01 min, aus Schweiz aktuell vom 26.4.2013

Die Andermatter Gemeindeversammlung stimmte im März dieses Jahres einer Teilzonenplanrevision zu den Skianlagen zu. Dagegen reichen nun fünf Umweltverbände, darunter Pro Natura Uri, Beschwerde beim Urner Regierungsrat ein. Dies schreiben die Umweltverbände am Freitag in einer Mitteilung.

Dies mit der Begründung, dass der Zonenplan der im Januar erreichten Einigung für eine naturverträgliche Ausgestaltung des neuen Skigebiets widerspreche.

Die Einsprecher verlangen, dass die Grundsätze aus dem Kompromiss zwischen den Umweltverbänden, der Bauherrschaft unter Samih Sawiris und den Umweltverbänden auch im Zonenplan berücksichtigt werden.

Die Verbände kritisieren, dass die Zonen für den Wintersport überdimensioniert seien. Sie befürchten, dass somit eine Hintertür für zusätzliche Pisten offen bleibt, heisst es in der Mitteilung. Der Nutzungszweck der Tourismuszonen müsse genauer formuliert werden. Somit soll eine übermässige touristische Erschliessung des Skigebiets verhindert werden.

Die entsprechende Vereinbarung sieht vor, dass im Gebiet Andermatt-Sedrun künftig 14 neue Bahnen gebaut werden, wobei es sich bei der Hälfte um Ersatzanlagen handelt.

«Die im Januar 2013 beschlossene Vereinbarung mit den Umweltverbänden bleibt unverändert in Kraft», versichert der Geschäftsführer der Andermatt Swiss Alps, Robert Fellermeier, gegenüber SRF. Der Ausbau der Skiarena Andermatt-Sedrun werde nicht verzögert.

Die zuständige Urner Regierungsrätin Heidi Zgraggen bestätigt gegenüber dem  «Regionaljournal Zentralschweiz» den Eingang der Beschwerde. Die Regierung werde sie prüfen, inhaltlich will sie zum laufenden Verfahren keine Stellung nehmen.