«Andi Rihs freute sich über meinen Anruf»

Radprofi Martin Elmiger fand mit dem BMC Racing Team praktisch auf den letzten Drücker einen neuen Arbeitgeber für 2017. Damit steht seiner 16. Teilnahme an der Tour de Suisse nichts mehr im Wege, die im nächsten Jahr im Zugerischen Cham startet.

Martin Elmiger jubelt im Trikot des besten Schweizers auf dem Siegerpodest der Tour de Suisse 2016 Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Martin Elmiger jubelt im Trikot des besten Schweizers auf dem Siegerpodest der Tour de Suisse 2016 Tour de Suisse / Nick Soland

Ende Mai 2016 gab das IAM Cycling Team bekannt, dass es sich per Ende Jahr auflösen werde. Seither suchte der 38-jährige Martin Elmiger nach einem neuen Profi-Team. Erfolglos.

Letzte Woche schliesslich fragte er bei Andi Rihs, dem Besitzer des BMC Racing Teams, direkt an: «Andi Rihs freute sich über meinen Anruf und fand es eine gute Idee.» Alte Liebe rostet nicht. Denn schon von 2002 bis 2006 stand Martin Elmiger bei Rihs' damaligem Phonak-Team unter Vertrag. Nun kann der Zuger mit dem BMC Racing Team seine Karriere beenden.

«  Andi Rihs freute sich über meinen Anruf und fand es eine gute Idee. »

Martin Elmiger
Radprofi

Als Hauptgrund für das Weitermachen gibt Martin Elmiger die Tour de Suisse an, die im kommenden Jahr in Cham startet. Im RMV Cham-Hagendorn ist Elmiger seit Kindsbeinen an Vereinsmitglied.

«Hier schliesst sich mein Kreis», erklärt der Zuger, «der Prolog findet im 'Stumpen' auf der gleichen Strecke statt, auf der wir schon als Kinder unsere Rennen ausgetragen haben.»

Zudem wird Martin Elmiger mit seiner 16. Teilnahme mit Rekord-Teilnehmer Albert Zweifel gleichziehen können. Gemäss Elmiger ist dies eine Ehre, war aber nie ein Ziel. Nichtsdestotrotz gehört die Schweizer Landesrundfahrt zu seinen Lieblingsrennen. So holte sich Martin Elmiger an der Tour de Suisse 2016 das Trikot des besten Schweizers.

Viele Schweizer Fahrer ohne Vertrag

Nach wie vor zittern etliche Schweizer Rennfahrer um ihre Zukunft im Profiradsport. Mit jedem Tag, der vergeht, werden die Chancen auf einen Vertrag kleiner. Auch der Pfaffnauer Pirmin Lang hofft noch. Andere IAM-Fahrer wie Marcel Aregger aus Unterägeri haben ihren Rücktritt bekanntgegeben. Aregger beginnt demnächst eine Ausbildung zum Lehrer.