Armee könnte Schneesportzentrum in Andermatt im Weg stehen

Der Kanton Uri will das nationale Schneesportzentrum in Andermatt haben. Nun könnten die Chancen Andermatts kleiner werden. Dies wegen des Entscheids der Armee, in Andermatt zu bleiben. Das Bundesamt für Sport prüft, ob dadurch ein Nutzungskonflikt entstehen könnte.

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Bildlegende: Andermatt will das nationale Schneesportzentrum realisieren - die Chancen schwinden allerdings. Keystone

Die Armee baut in Andermatt keine Stellen ab und behält den Waffenplatz sowie das Gebirgszentrum. Dies wurde am Dienstag kommuniziert. Eine gute Nachricht, die allerdings eine Kehrseite hat. Dass die Armee in Andermatt bleibt, wird auch im Auswahlverfahren für das nationale Schneesportzentrum berücksichtigt.

Christoph Lauener vom Bundesamt für Sport sagt auf Anfrage von SRF: «Wir werden genau analysieren, was dies für das Schneesportzentrum bedeuten würde.» Es könnte zum Beispiel Nutzungskonflikte zwischen dem Militär und den Sportlern geben, so Lauener weiter. Wie genau die Chancen von Andermatt nun stehen, will man beim Bundesamt für Sport nicht sagen. Die Evaluation dauere noch bis Ende Jahr.

Im Kanton Uri ist man hingegen zuversichtlich. Die Chancen von Andermatt seien immer noch intakt, sagt Regierungsrat Beat Jörg. Daran ändere auch der Entscheid der Armee, in Andermatt zu bleiben, nichts.

«Wir können uns vorstellen, dass Synergien zwischen der Armee und dem Schneesportzentrum genutzt werden könnten.» Ausserdem habe man die vorhandenen Immobilien der Armee in der Bewerbung für das Zentrum miteinbezogen.

Zur Auswahl stehen noch neun Ortschaften, die das Schneesportzentrum gerne bei sich hätten. Bundesrat Ueli Maurer werde nächstes Jahr entscheiden, wo man die 40 Millionen Franken investieren wolle, heisst es beim Bundesamt für Sport.