Aschenputtel brät Hamburger und steigt zur Sportdiva auf

Ein Prinz auf Brautschau, zwei fiese Stiefschwestern und eine junge Frau, die den ganzen Haushalt alleine erledigen muss. Das Märchen Aschenputtel verarbeitete der Komponist Gioacchino Rossini zur Oper «La Cenerentola». Am Luzerner Theater wird dieser Märchenstoff gegen den Strich gebürstet.

Aschenputtel in einer Imbissbude Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Cenerentola (Marie-Luise Dressen) und Don Ramiro (Utku Kuzuluk) lernen sich an der Imbissbude kennen. Luzerner Theater/Ingo Höhn

Cenerentola hat als Aschenputtel ein hartes Los. Während sich ihre Stiefschwestern ganz ihrer Schönheit widmen können und der Stiefvater betrunken in einer Ecke liegt, muss Cenerentola putzen und kochen.

In der Luzerner Inszenierung heisst das: Hamburger braten und den fettigen Imbisswagen der Familie aufräumen. Sie träumt von einem Traumprinzen, der dann auch tatsächlich beim Imbisswagen vorbeischaut. Er ist ein Tischtennis-Champion.

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Es ist von Anfang an klar: Die Luzerner Inszenierung will knallig, laut und übertrieben sein. Und dieses Konzept geht auf, weil Sam Brown in seiner Inszenierung nie davon abrückt. Bei so viel Action auf der Bühne leidet zeitweise das Zusammenspiel zwischen Orchester und dem Gesangsensemble. Die Aufführung wirkt aber zu keinem Zeitpunkt plump, was an der hervorragenden Leistung der Sängerinnen und Sänger liegt.