Asyl-Ausreisezentrum: Kommt der Glaubenberg ins Spiel?

Die Schwyzer Regierung will das vom Bund geplante Asyl-Ausreisezentrum im Wintersried verhindern. Aus Obwalden kommt nun der Vorschlag, im bestehenden Bundesasylzentrum auf dem Glaubenberg einen Teil des Ausreisezentrums einzurichten. Konkret sind die Pläne noch nicht.

Gebäude des Asylbundeszentrums auf dem Glaubenberg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Bundesasylzentrum auf dem Glaubenberg (Archivbild). Keystone

Die Obwaldner Regierungsrätin Maya Büchi weiss um den Widerstand der Schwyzer Kantonsregierung gegen das geplante Ausreisezentrum, über welches der Bund mit der Gemeinde Schwyz im Gespräch ist.

Sie möchte darum, dass der Bund die Möglichkeit abklärt, ein kombiniertes Zentrum Wintersried-Glaubenberg einzurichten, wie die NZZ am Freitag schreibt. Im Gespräch mit Radio SRF erklärt Maya Büchi, die Idee sei noch nicht konkretisiert.

Sie hält es aber für prüfenswert, den Betrieb im Asylzentrum Glaubenberg zu verlängern und mit einem Ausreisezentrum zu kombinieren. In diesem könnte ein Teil der Plätze geschaffen werden, welche die Asylverfahrensregion Zentral- und Südschweiz bereitstellen muss. Den anderen Teil der Ausreiseplätze könnte in Schwyz eingerichtet werden.

Laut Maya Büchi plant der Bund eine Vernehmlassung. Der Bund habe im Vorfeld zugesichert, dass er Varianten vorgeschlagen werde. Aber sie wisse noch nicht, wie diese Varianten aussehen.

Parallelbetrieb mit Militär

Das Bundesasylzentrum Glaubenberg war im November 2015 eröffnet worden. Nach einer sechsmonatigen Notbelegung ist nun in die dreijährige Nutzung für maximal 240 Asylsuchende im Parallelbetrieb mit dem Militär übergegangen. Die beiden verschiedenen Bereiche sind jedoch durch bauliche Massnahmen vollständig getrennt.

eism; Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr