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Asylwesen Kanton Uri Asylsuchende sollen nicht auf die Gemeinden verteilt werden

In Uri sollen Asylbewerber auch künftig nicht gemäss einem fixen Verteilschlüssel den Gemeinden zugeteilt werden. Eine Expertengruppe im Auftrag der Regierung kommt zum Schluss, dass dies zu kompliziert sei und teurer komme als eine zentrale Unterbringung.

Personen im Landratssaal des Kantons Uri.
Legende: Nach der Eskalation um eine Asylunterkunft in Seelisberg organisierte die Regierung einen runden Tisch zum Thema. SRF

Nach dem Streit um eine kantonale Asylunterkunft in Seelisberg im letzten Jahr beauftragte der Urner Regierungsrat eine Expertengruppe mit einer Gesamtschau zum Asylwesen im Kanton. Dieser Bericht liegt nun vor.

Die Arbeitsgruppe empfiehlt dem Bericht zufolge einstimmig, auf eine Umsetzung eines Verteilschlüssels von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich zu verzichten. Sie seien idealerweise zentral zu beherbergen. Derzeit werden Asylsuchende in Uri vorwiegend in einem Zentrum mit bis zu 90 Plätzen in Altdorf untergebracht.

Vereinzelt leben Betroffene auch in Wohngemeinschaften in andern Gemeinden. Gemäss der Expertengruppe sprechen verschiedene Faktoren gegen die Einführung eines «gerechten» und «planbaren» Verteilschlüssels auf alle Gemeinden. So etwa der Wohnungsmarkt, der Status der betroffenen Person, sowie das Niederlassungsrecht innerhalb des Kantons.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Daniel Ehrlich (DE)
    Die Verteilung der Asylanten auf die Gemeinden sollte erst nach dem definitiven Asylentscheid erfolgen. In Graubünden werden Asylanten erst dann aus den Gruppenunterkünften in eigene Wohnungen verlegt, wenn sie einer Arbeit nachgehen und ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Wer kein Anrecht auf Asyl hat, bekommt keine eigene Wohnung und wird nicht mit grosszügiger Sozialhilfe ausgestattet. Dies wirkt sehr integrationsfördernd. Die Bündner haben damit die tiefste Sozialhilfequote der CH.
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