Asylzentrum Wintersried Seewen Regierung bleibt standhaft – hat aber keine neue Alternative

Die Schwyzer Regierung zeigte einer Delegation aus Bundesbern abermals ihre Haltung auf. Die Situation bleibt verfahren.

Das alte Armeegelände Wintersried in Seewen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hier, auf dem Areal Wintersried in Seewen, will der Bund ein Bundeszentrum für abgewiesene Asylbewerber einrichten. SRF

Der Kanton Schwyz hat am Donnerstag eine Delegation aus dem Bundeshaus empfangen: Die Staatspolitisch Kommission des Ständerats und Bunderätin Simonetta Sommaruga hielten dort eine Sitzung ab.

Am Rande gab es eine Aussprache über Themen, die den Kanton Schwyz beschäftigen. Die Schwyzer Regierung nutzte die Gelegenheit, um abermals klarzustellen, dass sie kein Bundesasylzentrum im Wintersried in Seewen will. Das Zentrum gehöre auf den Glaubenberg im Kanton Obwalden.

«  Es ist nicht alleine die Aufgabe des Kantons Schwyz, eine Lösung aufzuzeigen. »

Othmar Reichmuth
Landammann Kanton Schwyz

Nach dem Treffen sagte der Schwyzer Landammann Othmar Reichmuth auf Anfrage von Radio SRF: «Wir haben sachlich dargelegt, dass wir mit dem Standort nicht einverstanden sind – im Wissen, dass die Parlamentarier nicht in die Entscheidung involviert sind. Es ging uns um eine Sensibilisierung.»

Bundesrätin Sommaruga habe nicht auf die Ausführungen der Schwyzer Regierung reagiert. Das sei auch nicht üblich in dem Rahmen. «Wir suchen aber aktuell nach einem Termin für ein weiteres Gespräch mit dem Departement Sommarugas, um vielleicht dann eine Lösung zu finden», so Reichmuth weiter.

Allerdings kann die Schwyzer Regierung noch keine neue Alternative zum Standort Wintersried präsentieren. Genau das verlangt das Staatssekretariat für Migration aber noch dieses Jahr. «Dazu ist zu sagen, dass es nicht alleine die Aufgabe des Kantons Schwyz ist, eine Lösung aufzuzeigen. Es ist Aufgabe der gesamten Region – also der Zentralschweiz und des Tessins», betont Othmar Reichmuth. Er rechnet sich aber keine grossen Chancen aus, dass dem Bund vor Ende Jahr die geforderte Lösung präsentiert werden kann.