Eröffnung Bürgenstock Resort Auch Käser und Metzger wollen ins Geschäft kommen

Vom grossen Hotel-Resort soll auch das Nidwaldner Gewerbe profitieren - das hofft nicht zuletzt die Kantonsregierung.

Käser Sepp Bircher in seinem Käsekeller. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Käser Sepp Bircher in seinem Käsekeller. SRF/Marian Balli

Die Käserei von Sepp Bircher liegt in Obbürgen, gleich unterhalb des Resorts. Er produziert Sbrinz, Bratkäse und einen neuen, eigens für das Resort entwickelten Bergkäse. Mit diesen Produkten, die ganz ohne chemische Zusätze auskommen, will er bei den Verantwortlichen des Resorts punkten. «Wieviel wir dann wirklich liefern können, steht aber noch nicht fest.»

Stefan Mathis von der Metzgerei von Holzen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stefan Mathis von der Metzgerei von Holzen. SRF/Marian Balli

Auch bei Metzger Stefan Mathis von der Spezialitätenmetzgerei Holzen Fleisch weckt das Resort hohe Erwartungen. «Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den neuen Bürgenstock-Betreibern.» Auch er weiss aber, dass die Qualität der Produkte stimmen muss, damit der Bürgenstock-Küchenchef sie berücksichtigt. «Wie hoch das Volumen sein wird, wissen wir aber noch nicht», sagt Mathis.

Porträt Filliger Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Nidwaldner Regierungsrat Othmar Filliger. SRF/Mirjam Breu

SRF News: Othmar Filliger, wann hatten Sie als Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektor zum ersten Mal Kontakt mit den Bürgenstock-Investoren?

Persönlich war ich noch nicht dabei, das war knapp vor meiner Zeit als Regierungsrat. Aber die Regierung hat regelmässig Kontakt mit den Investoren, das versteht sich bei einem Projekt dieser Grössenordnung von selbst.

Das Resort löst ja in der Bevölkerung gemischte Gefühle aus - die einen freuen sich, andere haben auch Befürchtungen. Nehmen Sie das auch so wahr?

Ich habe gemerkt, dass es im Verlauf des Projekts immer wieder Fragen gab, zur Finanzierung, zu den Plänen und jetzt zu seinem Erfolg. Aber das ist normal bei einem Vorhaben dieser Grösse.

Die Nidwaldner Regierung habe zuwenig kritische Distanz zu den Investoren, war von kritischen Stimmen zu hören. Was sagen Sie dazu?

Unsere Aufgabe ist es, die Interessen der Nidwaldner Bevölkerung zu wahren, deshalb ist dieser Vorwurf völlig unzutreffend.

Die aktuellen Geschehnisse am Golf, die Isolierung Katars durch seine Nachbarstaaten - könnte das einen Imageschaden für Nidwalden zur Folge haben?

Wir verfolgen zwar das politische Geschehen auf dem internationalen Parkett, aber wir äussern uns nicht zu den Vorgängen in anderen Ländern.

Othmar Filliger, was soll das Resort dem Kanton Nidwalden bringen?

Vom Resort wird nicht nur der Kanton Nidwalden, sondern die ganze Region Zentralschweiz profitieren. Das ist ja bereits in der Bauphase so. Wenn das Resort einmal läuft, gibt das mit seinen Ausmassen einen gewaltigen volkswirtschaftlichen Impuls für die ganze Zentralschweiz. Davon werden auch andere Tourismusdestinationen profitieren.

heet/Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr