Backwarenhersteller Hug investiert trotz stagnierendem Umsatz

Die Frankenstärke und die geringere Inlandnachfrage nach Guetzli lassen den Umsatz des Backwarenherstellers Hug stagnieren. Trotzdem investiert der Familien-Betrieb, der seine Geschäftsleitung verstärkt, in den nächsten zwei Jahren 20 Millionen Franken in der Schweiz.

Dar-Vida-Produktion in Malters: eine Frau füllte eine Palette mit Paketen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Verkaufsschlager Dar-Vida: Die Produktion in Malters wird ausgebaut und die Anlagen werden erneuert. Keystone

Der Umsatz der Unternehmensgruppe lag im ersten Halbjahr knapp auf Vorjahresniveau, teilte die Hug AG am Mittwoch mit. Der Backwaren-Hersteller aus dem Luzernischen Malters leidet unter anderem unter den Auswirkungen der anhaltenden Franken-Stärke.

Diese erschwere das Exportgeschäft und zudem habe der Einkaufstourismus zugenommen, schreibt Hug. Erfreulich ist gemäss dem Unternehmen allerdings das weitere Wachstum der Marke Dar-Vida. Anna Hug wurde als Vertreterin der fünften Generation in die Geschäftsleitung der HUG AG gewählt. Sie übernehme den Bereich «Entwicklung und Innovation», schreibt die Gesellschaft.

Investition in Anlagen

In den kommenden zwei Jahren investiert Hug in Malters und Trimbach/Olten rund 20 Millionen Franken in Anlagen und Gebäudeerweiterungen. In Malters werde eine alte Anlage durch eine komplett neue Anlage für die stark wachsenden Dar-Vida Produkte ersetzt, heisst es in der Mitteilung.

Die Hug AG beschäftigt an den drei Standorten Malters, Willisau und Trimbach rund 380 Mitarbeitende. Das Unternehmen wurde 1877 als Bäckerei in Luzern gegründet und befindet sich in Familienbesitz in der vierten Generation.