Zum Inhalt springen
Inhalt

Behindertengerechter ÖV Luzern investiert 40 Millionen für hindernisfreie Haltestellen

Legende: Audio Hindernisfreies Busfahren auch für Behinderte in Luzern abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.
02:52 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 08.01.2019.
  • Der Stadtrat beantragt dem Parlament einen Kredit von rund 40 Millionen Franken, um die Mehrheit der Haltestellen des öffentlichen Busverkehrs behindertengerecht anzupassen.
  • In Luzern gibt es total rund 300 Bushaltestellen. Die Stadt Luzern ist für 175 verantwortlich. 73 davon sollen gestaffelt nach Prioritäten umgebaut werden.
  • Spätestens 2029 sollen die Anpassungen erfolgt sein.

Das Behindertengleichstellungsgesetz verlangt, dass alle Anlagen des öffentlichen Verkehrs hindernisfrei gestaltet sein müssen. Das ist in der Stadt Luzern noch nicht bei allen Haltestellen der Fall. Der Stadtrat beantragt dem Parlament deshalb einen Kredit von 40 Millionen Franken.

Der Stadtrat will, wann immer möglich, bei der Umsetzung Synergien zu bestehenden oder geplanten Projekten nutzen, wie er im am Dienstag veröffentlichten Bericht und Antrag schreibt.

43 Haltestellen werden vorerst nicht angepasst

Eine Anpassung der Bushaltestellen will der Stadtrat nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit ausführen lassen - und zwar nach Priorität A, B und C gestaffelt. Der Stadtrat beantragt dem Parlament für alle Massnahmen einen Kredit von rund 40 Millionen Franken.

Als verhältnismässig bezeichnet die Stadtregierung vorerst 73 der 175 Bushaltekanten auf den Gemeindestrassen. Weitere neun Kanten sollen im Rahmen von bestehenden Projekten angepasst werden und 42 Kanten will sie gemeinsam mit geplanten Projekten zur Aufwertung des öffentlichen Raums hindernisfrei gestalten lassen. An acht Haltestellen sei bereits heute ein autonomer Ein- und Ausstieg gewährleistet, heisst es weiter.

Nicht alle Bushaltestellen werden aber behindertengerecht umgebaut. Dies sei nicht überall machbar: Zum Beispiel, wenn es wegen einer Einfahrt technisch nicht machbar sei oder an besonders steilen Strassen. Bei 43 Haltekanten ist zum heutigen Zeitpunkt eine Umstellung «nicht machbar», beurteilt der Stadtrat.

Zusätzlicher Projektleiter notwendig

Mit den Umbaumassnahmen ist Luzern wie andere Städte auch zeitlich im Verzug. Sie kann den gesetzlich vorgeschrieben Termin bis 2023 nicht einhalten. Um zügig vorwärts zu machen, will die Stadt einen zusätzlichen Projektleiter einstellen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Selber als Rollstuhlfahrer davon betroffen, darf ich den Chauffeuren der VBL ein ausgezeichnetes Zeugnis ausstellen. Sie helfen ohne zu murren und teilweise sogar mit Begeisterung, indem sie die Bodenrampen ausklappen, die sich in jedem Bus befinden (auf Bild 3 sind nicht nur die Kanten der Bodenrampe, sondern auch deren Scharnier klar erkennbar) und damit ein problemloses Besteigen und Verlassen der Busse ermöglichen. Ein 100%-Ausbau ist so m.E. nicht nötig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen