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Legende: Audio Die Stadt bietet den Besetzern einen Vertrag an. abspielen. Laufzeit 02:41 Minuten.
02:41 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 11.01.2019.
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Besetztes Haus auf der Allmend Stadt Luzern lässt Hausbesetzer vorerst im Eichwäldli wohnen

Die Stadt Luzern hat sich mit den Hausbesetzern einer städtischen Liegenschaft am Murmattweg auf einen Kompromiss geeinigt. Das Kollektiv darf im weniger stark einsturzgefährdeten Teil der Liegenschaft wohnen bleiben. Der Mietvertrag war Ende Jahr ausgelaufen.

Die Stadt hatte Sicherheitsbedenken in dem instabilen Gebäude geltend gemacht. Doch die Bewohner – ein Kollektiv mit dem Namen «Familie Eichwäldli» – weigerten sich, das Haus zu verlassen. Daraufhin führte Baudirektorin Manuela Jost Anfang Januar mit ihnen ein Gespräch.

Ein zweistöckiges Haus mit dunkelbraunen Schindeln und einem rechteckigen, einstöckigen Anbau. Auf und vor dem Haus diverse Transparente.
Legende: Der Anbau des Wohnhauses (der Teil mit dem roten Schriftzug) darf nicht weiter bewohnt werden. SRF

Den Schlüssel für den am stärksten einsturzgefährdeten Teil des Gebäudes hätten die Besetzer in der Folge zurückgegeben, teilte der Stadtrat am Donnerstag mit. Im Gegenzug habe man sich bereit erklärt, Gespräche über einen befristeten Nutzungsvertrag für das Wohngebäude aufzunehmen. Dessen vorübergehende Nutzung sei verantwortbar, wenn sich eine begrenzte Anzahl Personen im Gebäude aufhalte, und wenn feuerpolizeiliche und weitere sicherheitsrelevante Auflagen eingehalten würden.

Ein allfälliger Nutzungsvertrag wäre auf ein halbes Jahr befristet, hält die Stadt fest. In dieser Zeit will sie in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege eine Gebäudestrategie entwickeln.

Wie weiter mit dem ehemaligen Soldatenhaus von 1935?

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Im Herbst 2016 wurde der Zustand des Gebäudes überprüft. Ein Zustandsbericht kam zum Schluss, dass einzelne Bauteile in einem sehr schlechten Zustand und deshalb umfangreiche Sanierungsmassnahmen notwendig seien.

Ende 2017 hat die kantonale Denkmalpflege den Schutzwert der ehemaligen Soldatenstube von «erhaltenswert» auf «schützenswert» heraufgestuft. Die Stadt und der Kanton Luzern haben deshalb im Herbst 2018 gemeinsam eine Studie in Auftrag gegeben, um zu klären, ob und wie das Gebäude saniert werden kann und welche Nutzung sinnvoll ist.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Joseph De Mol (Molensepp)
    Ab sofort kann also mit dem Staat verhandelt werden. Das ist ja eine positive Entwicklung. Den "politisch-aktivistischen" Hintergrund und Notwendigkeit erkennend, bin ich dennoch der Meinung, dass hier eine unkluge Güterabwägung getroffen wurde, die möglicherweise, auch in ganz anderen Bereichen, ein fatales Signal aussendet. Schliesslich wollen wir alle, und zwar gesetzlich verbrieft, gleich behandelt werden!
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