Betagte bleiben durchschnittlich zwei Jahre im Heim

Statistik Luzern (Lustat) hat untersucht, wie Zentralschweizer Alters- und Pflegeheime belegt sind. Zwei Erkenntnisse: Die Menschen verbringen durchschnittlich rund zwei Jahre im Heim. Ausserdem wohnt ein immer kleinerer Bevölkerungsanteil dort.

Alters- und Pflegeheim Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zentralschweizer Betagte treten durchschnittlich 82-jährig in Alters- und Pflegeheime ein. Keystone

Lustat hat die Zahlen sämtlicher Zentralschweizer Kantone ausgewertet. Dabei zeigt sich auch, dass Menschen durchschnittlich 82-jährig in ein Alters- und Pflegeheim eintreten. Die Aufenthaltsdauer von rund zwei Jahren wird von der Tatsache beeinflusst, dass ein beträchtlicher Teil der Menschen nur für kurze Zeit in einem Heim verbringt.

Länger zuhause umsorgt

Im Kanton Luzern etwa machte letztes Jahr der Anteil an Kurzaufenthalten in Alters- und Pflegeheimen rund ein Drittel aus. Durchschnittlich blieben die Menschen vier Wochen. Allgemein zeigt sich laut den Statistikern, dass die Zahl der vorübergehenden Aufenthalte in den letzten Jahren stetig gestiegen ist.

Laut Lustat treten heute mehr Menschen nach einem Spital-Aufenthalt vorübergehend in ein Heim ein. Ein weitere Grund für einen Kurzaufenthalt in einem Heim könnte sein, dass pflegende Angehörige gerade in den Ferien sind.

Die Zahlen bestätigen auch bekannte Tendenzen, wonach Betagte heute länger zu Hause leben. Das zeigt sich daran, dass vielerorts die Zahl der Heim-Bewohner weniger stark steigt als der Anteil der älteren Wohnbevölkerung.