Bundesasylzentrum in Schwyz löst Skepsis aus

Gegen 400 Personen besuchten den Informationsabend des Bundes zum geplanten Ausreisezentrum im Wintersried in Seewen-Schwyz. Zu hören waren vor allem kritische Stimmen.

Ein Saal voller Leute. Sie sitzen zum Teil mit verschränkten Armen auf den Stühlen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gut besuchte Infoveranstaltung über das geplante Bundesasylzentrum. ZVG

Auf dem Areal Wintersried soll ein Asylzentrum für bis zu 340 Personen eröffnet werden. Dort sollen Menschen untergebracht werden, die auf einen Asylentscheid warten oder solche, die ausreisen müssen. «Die Leute werden betreut und sollen wenn möglich arbeiten können. Eine Sicherheitsfirma sorgt dafür, dass alles rund läuft», sagte Barbara Büschi, stellvertretende Direktorin des Staatssekretariat für Migration, an der Informationsveranstaltung.

Die anschliessende Fragerunde verlief sachlich. Es zeigte sich aber, dass die Bevölkerung Zweifel und Bedenken hat. Die einen äusserten sich kritisch rund um die Sicherheit. Andere befürchten Nachteile für das Gewerbegebiet Wintersried.

Der Schwyzer Gemeinderat stellt sich hinter das geplante Bundeszentrum. Die Standortgemeinde soll vom Bund ein Teil des Areals Wintersried sowie das Zeughausareal im Baurecht erhalten. Die Schwyzer Kantonsregierung ist gegen ein Asylzentrum auf diesem Areal. Geht es nach dem Willen des Bundes, soll das Zentrum im November 2016 eröffnet werden.