Widerstand gegen Heizzentrale Bundesgericht soll über Holzheiz-Kraftwerk entscheiden

Die Luzerner Gemeinde Udligenswil zieht ihre Beschwerde gegen ein geplantes Holzheiz-Kraftwerk in Haltikon bei Küssnacht (SZ) an das Bundesgericht weiter. Die Anlage sei überdimensioniert, kritisiert der Gemeinderat. Sie könnte zu mehr Schadstoff- und Verkehrsbelastung führen.

Das geplanten Holzheizkraftwerk in Haltikon bei Küssnacht (SZ) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Udligenswil kämpft weiter gegen das geplante Holzheiz-Kraftwerk in Haltikon bei Küssnacht. zvg/Visualisierung

Der Gemeinderat stehe dem Plan der Agro Energie Rigi positiv gegenüber, aus Sägerei-Abfall Energie zu produzieren. Grund für den Weiterzug sei «ein gewisses Misstrauen und die mangelnde Verbindlichkeit des Projektes, die Heizzentrale wirklich nur mit Sägerei-Erzeugnissen zu betreiben», erklärt Gemeindepräsident Thomas Rebsamen, gegenüber Radio SRF.

Die Gemeinde befürchte, dass die Betreiber je nach wirtschaftlichen Gegebenheiten auch Altholz verfeuern würden: «Es gibt keinen Grund, eine Altholzverwertung fernab einer Industriezone an einen Waldrand zu stellen.» Die Schwyzer Kantonsregierung und das Verwaltungsgericht lehnten die Einsprache von Udligenswil ab.

Das geplante Energiezentrum will aus Holz Ökostrom und Wärme für die Region Küssnacht produzieren. Ein Fernwärmenetz soll Küssnacht, Immensee, Greppen, Udligenswil und Adligenswil erschliessen.