Clinch um Stromabgabe in Einsiedeln

Der Gewerbeverein Einsiedeln ist gar nicht damit einverstanden, dass der Bezirk ohne vorgängige Volksabstimmung beim Strom eine Konzessionsgebühr eingeführt hat. Er wehrt sich mit einem Wiedererwägungsgesuch bei der Schwyzer Regierung.

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Bildlegende: Keine Schönwetterlage: In Einsiedeln wird über die Konzessionsgebühr beim Strom gestritten (Symbolbild) Keystone

Diese Gebühr von einem Rappen pro Kilowattstunde wird im Rahmen einer dreijährigen Übergangskonzession erhoben. Der Bezirksrat liess beim Kanton prüfen, ob diese Konzession im Sinne einer Übergangslösung ohne Volksabstimmung in Kraft gesetzt werden dürfe. Der Kanton gab grünes Licht.

Nun stört sich aber der Einsiedler Gewerbeverein daran, wie der «Einsiedler Anzeiger» berichtet. «Es ist gegen geltendes Gesetz, diese Gebühr ohne Volksbefragung zu erheben», sagt Gewerbevereinspräsident Carlo Fisch. Das Gewerbe werde durch die Gebühr erheblich belastet.

Der Einsiedler Landschreiber Peter Eberle hingegen meint: «Ich glaube nicht, dass eine nochmalige Überprüfung beim Kanton zu einem anderen Resultat führt. Fast alle Gemeinden in der Schweiz erheben eine solche Gebühr. Mit einem Rappen pro Kilowattstunde sind wir im Schnitt.»

Der neue, definitive Konzessionsvertrag, der 2019 in Kraft treten soll, wird aber sicher vors Volk kommen.