«CVP muss kontroverser diskutieren»

Der 53-jährige Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister ist ein Mann der klaren Worte. «Die Wähler müssen wissen, wofür die CVP steht», sagt Pfister. Er hat am Mittwoch offiziell bekanntgegeben, dass er als Parteipräsident der CVP Schweiz kandidiert.

Gerhard Pfister wird durch die Zuger CVP als Kandidat für das Parteipräsidium nominiert. Die Zuger Kantonalpartei wird den 53-jährigen Pfister nun der Findungskommission melden. Gerhard Pfister ist bereits Mitglied des zwölfköpfigen Präsidiums der CVP Schweiz.

«Das Schwierige ist auch das Reizvolle»

Mit seiner Kandidatur möchte Gerhard Pfister unter anderem die Stammlande der CVP stärken.«Eine Aufgabe, die viele als wenig chancenreich ansehen, reizt mich», sagt Pfister und verweist auf die Zuger CVP. Diese befand sich Ende der 1990er Jahre in einer schwierigen Situation. «Wir haben den Relaunch geschafft». Dies auf nationaler Ebene ebenfalls zu schaffen, ist Gerhard Pfisters Antrieb.

Gerhard Pfister geht auch harten Diskussionen nicht aus dem Weg. Seine Provokationen seien bisweilen auch kalkuliert, um eine Diskussion zu lancieren. «Es ist falsch, bei schwierigen Themen die Debatte nicht zu führen», ist Pfister überzeugt. Da bestehe bei der CVP durchaus noch Luft nach oben.

Entscheid fällt im April

Der 53-jährige Zuger gehört dem Nationalrat seit 2003 an und politisiert am rechten Rand der CVP. Die Findungskommission unter der Leitung des Luzerner Ständerats Konrad Graber hat im Dezember ihre Arbeit aufgenommen. Noch bis Mitte Februar können sich Kantonalparteien, die einen Vertreter ins Präsidium der CVP Schweiz schicken wollen, bei der Kommission melden.

Die Entscheidung, wer Nachfolger von Christophe Darbellay wird, fällt am 23. April an der Delegiertenversammlung der CVP Schweiz in Winterthur. Darbellay tritt nach zehn Jahren nicht mehr zur Wiederwahl an.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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