Dätwyler verzichtet auf den Kauf von Premier Farnell

Der Urner Industriekonzern Dätwyler kauft den britischen Elektronikgrosshändler nun doch nicht, wie das Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt hatte. Grund für den Rückzug aus dem Geschäft ist das höhere Angebot einer US-amerikanischen Firma.

Hauptsitz der Firma Dätwyler in Altdorf Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trotz der Aktienkapitalerhöhung verzichtet der Urner Industriekonzern auf ein höheres Übernahme-Angebot. Keystone

Noch im Juni hatte Dätwyler die geplante Übernahme bekannt gegeben. Der Industriekonzern hatte der britischen Premier Farnell insgesamt 1,1 Milliarden Franken geboten. Dass ein Mitbieter auftauche, davon sei in der ganzen Branche niemand ausgegangen, sagt Guido Unternährer, Mediensprecher der Firma Dätwyler.

Im Juli wurde Dätwyler von der US-amerikanischen Avnet überboten. Der Urner Konzern liess es zunächst offen, ob er sein Angebot nochmals erhöhen würde. Die Aktionäre beschlossen dennoch an einer ausserordentlichen Generalversammlung Anfang August eine Kapitalerhöhung, um den Kauf finanzieren zu können.

Trotzdem sieht Dätwyler nun von einem Bieterkampf ab. Das Angebot für Premier Farnell wird daher verfallen. Dennoch will Dätwyler weiter durch Zukäufe wachsen. Das Unternehmen wird sich also nach Firmen umsehen, die es kaufen könnte.