Luzerner Kantonsspital Das neue Spital Wolhusen soll Modellcharakter haben

Der Spitalrat hat die nächsten baulichen Schritte am Kantonsspital Luzern bekanntgegeben. In Luzern entsteht ein neues Personalparkhaus. In Wolhusen soll der Neubau im Jahr 2022 mit 56 Einzelzimmern fertig sein. Das ist kleiner als einst geplant - aber immer noch zu gross, sagt ein Experte.

Bis 2022 soll der Neubau des Kantonsspitals Wolhusen bereit sein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bis 2022 soll der Neubau des Kantonsspitals Wolhusen bereit sein. Keystone

  • Das neue Spital in Wolhusen soll eine neue Marke setzen bei der Planung und Realisierung von Regionalspitälern.
  • Man habe die Planung sowohl stark auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Fachpersonen, als auch auf die Entwicklungen im Gesundheitswesen abgestützt.
  • In Wolhusen sind deshalb 56 Einzelzimmer im Akutbereich und eine Abteilung eigens für ambulante Eingriffe vorgesehen.
  • Gesundheitsökonom Heinz Locher findet die Verkleinerung in Wolhusen richtig; sie werde aber nur halbherzig umgesetzt.

Im Jahr 2022 soll das 110-Millionen-Projekt fertig gebaut sein. So sieht es der Fahrplan des Spitalrats vor. Das Spital soll nicht zu gross gebaut werden, damit es von Beginn weg betriebswirtschaftlich auf Kurs sein könne, heisst es. Das definitive Bauprojekt soll noch 2017 ausgewählt sein.

Planung auch am Standort Luzern auf Kurs

Das neue Kinderspital soll, wie geplant, im Jahr 2025 fertig sein. Damit auch im aktuellen Haus zeitgemäss gearbeitet werden kann, wird seit drei Jahren einiges umgebaut oder in andere Gebäude gezügelt. Dies kostet das LUKS 14 Millionen Franken. Die Kosten für den Neubau sind noch nicht bekannt.

Schon etwas früher, nämlich 2018, soll das Personalparkhaus am Standort Luzern fertig gebaut sein. Es soll Platz bieten für 600 Fahrzeuge und 14 Millionen Franken kosten.

Insgesamt will das LUKS in den nächsten 15 Jahren für IT, medizinische Einrichtungen und die Erneuerung der Liegenschaften 2,1 Milliarden Franken investieren.

Experte hat Vorbehalte

Der Berner Gesundheitsökonom und Unternehmensberater Heinz Locher findet es richtig, dass der Neubau in Wolhusen redimensioniert wird: «Leider blieb man auf halbem Weg stehen, es sind immer noch zu viele Abteilungen geplant.» Interessant findet Locher die Absicht, nur noch Einzelzimmer zu realisieren: «Der Pilotversuch und seine Auswirkungen dürften in der ganzen Schweiz genau verfolgt werden.»