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«Das Wunder von Luzern» Ein nicht ganz unpolitisches Musical im «Le Théâtre»

Die Produktion von «MachArt Musicals» nimmt Spardebatten, Touristenströme und den Ausverkauf der Altstadt aufs Korn.

Lorenz Ulrich, der musikalische Leiter und einer der Köpfe hinter der Produktion, sitzt auf der Bühne des «Le Théâtre» in Emmen. Hinter ihm die stilisierte Ansicht der Luzerner Hofkirche. «Wir wollten ein Musical mit einem lokalen Bezug kreieren», sagt er. «Wir» - das sind er, der Autor Frank Sikora und die Verantwortlichen des Boys Choir Lucerne. Sie haben die Geschichte und die Musik gemeinsam entwickelt.

Geschichte persifliert aktuelle Themen

Die Geschichte spielt in der Vergangenheit und in der Zukunft. Sie orientiert sich aber stark an den Problemen der Gegenwart. Mit einem Augenzwinkern nimmt sie Themen wie die Tourismusdiskussion in der Stadt Luzern, aber auch die Sparmassnahmen im Kulturbetrieb auf die Schippe und treibt sie ad absurdum: So verkommt die Innenstadt um die Hofkirche in der Zukunft zu einem - von einem russischen Oligarchen finanzierten - Disneyland. Wie immer in solchen Geschichten kommt es aber zu einem Happy-End. Dabei spielt die 350-jährige Orgel der Hofkirche eine nicht unbedeutende Rolle, und ein Geist aus der Vergangenheit trägt massgeblich zur Lösung bei.

Junges Ensemble und ein ganz besonderes Instrument

Die Geschichte wird von sehr jungen Schauspielerinnen und Schauspielern auf die Bühne gebracht. Zum einen singt der Boys Choir Lucerne, zum andern sind die Darstellerinnen und Darsteller - ausser dem Hauptdarsteller - alles Laien und alle höchstens 18 Jahre alt. Noch ein weiterer Akteur tritt in Erscheinung, allerdings nur ab Konserve: Der Hoforganist Wolfgang Sieber hat ein «Orgelgewitter» und weitere musikalische Elemente beigesteuert. Eingespielt selbstverständlich auf der 350-jährigen Hoforgel.

Die Premiere des Musicals findet am 8. September im «Le Théâtre» im Gersag in Emmenbrücke statt. Im September gibt es dann noch fünf weitere Vorstellungen.

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